Dieser kleine, schmucke Ort mit Villen aus der Belle Époque, mit Klippen, Pinienwald, Macchia, versteckten Buchten und kristallblauem Wasser liegt etwas abseits touristischer Ströme südlich von Livorno und bildet auch den südlichsten Punkt des Gemeindegebiets von Livorno. Quercianella ist durch den felsigen Küstenabschnitt „Il Romito“ von der Stadt getrennt. Südlich an der toskanischen Küste käme als Nächstes Castiglioncello.
Wir starten vom Parkplatz an der Via del Littorale. Dem GPS folgend wandern wir ansteigend durch den Mischwald und eine gepflegte Wohnsiedlung. Weiter ansteigend machen wir einen Abstecher auf eine waldfreie Anhöhe und kommen wieder retour, queren die SP9 und wandern um den Hügel Poggio delle Monachine (208m). Dort kommen wir zum Balcone marittimo di Poggio delle Monachine mit herrlicher Aussicht auf die Ponte di Calignaia der Via Aurelia über einer Bucht. Erblickt man auch eine Art Burg auf einer Höhe, ist das das Castello Sonnino mit Zinnen (privat). Das Gebäude steht auf dem Torre del Romito. Es war das Herrenhaus des italienischen Politikers Sidney Sonnino (1847-1922).
Des Wegs absteigend schlängeln wir mit der SP9 und der Via Aurelia an die Küste mit kleinem direkten Strandzugang an der Baia del Rogiolo und schauen zum Castell und in die darunterliegende Bucht mit den Graffiti an den Mauern eines historisierenden Turms (1921) mit Zinnen und einem kleinen Becken. Hier macht die Geschichte einen Spagat, so scheint es. Jugendlicher Ausdruck hat sich auf den Mauern einer vergangenen Generation farbenfroh ausgelebt.
Wir schlendern entlang der Küste zum Hafen, wo einige Boote vertäut sind, und gelangen zum Strandabschnitt Spiaggia di Quercianella mit Kieseln, Liegen und Sonnenschirmen. Hier bleiben wir ein Weilchen – und noch eins. Bis zum Ausgangsort sind es nur noch rund 200m.
Bildnachweis: Von E A S [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
Diese Wanderung führt durch ein besonders schönes und artenreiches Gebiet südöstlich von Livorno und nordöstlich von Rosignano Solvay. Wir starten...