Wandern mit Kinderwagen: Das sollte man beachten

Das Wetter ist schön, die Luft ist frisch und die Natur ruft – viele Familien lockt es auf die Wanderwege Deutschlands. Den Kindern tut es gut, im Wald zu spielen und die Landschaft zu entdecken. Spezielle Wanderwege sind so konzipiert, dass es Spielmöglichkeiten und Gastronomie auf der Strecke gibt. So sind die Kinder beschäftigt und für das leibliche Wohl ist gesorgt. Doch was ist, wenn das jüngste Geschwisterchen noch im Kinderwagen liegt? Wanderwege gibt es selbst für die Kleinsten.

Wandern ist Spaß und kein Sport

Wanderungen sind auch schon mit Säuglingen möglich. Während manche Eltern auf eine Babytrage oder ein Tragetuch setzen, entscheiden sich andere lieber für den Kinderwagen. Damit alle Beteiligten einen schönen Ausflug erleben, gibt es bei der Auswahl der Wanderroute und bei der Ausstattung einiges zu beachten.

Grundsätzlich muss überlegt werden, welche Anstrengung die Familie erträgt. Wie viel mutet man seinen Kindern zu und in welche Region soll es gehen? Die Webseite travanto.de bietet z.B. viele Ferienhäuser und Ferienwohnungen in Deutschland und Europa in mitten von schönen Wandergebieten. Flexibel untergebracht lässt sich die Umgebung gut zu Fuß erkunden und auf mehreren Routen entdecken. 

Danach gilt: das Wandern soll entspannen und Spaß machen. Es gibt keinen Grund sich zu ärgern, wenn die Strecke länger dauert oder das Ziel nicht erreicht werden. Manchmal gibt es am Wegesrand so viele kleine Dinge und Tiere zu beobachten, dass die Wanderung zur Nebensache wird. 

Welcher Kinderwagen ist zum Wandern geeignet?

Jeder Wanderweg besitzt seine eigene Beschaffenheit. Von steinig und kompliziert bis hin zu einfach und flach sind die Routen angelegt und als solches auch gekennzeichnet. In erster Linie muss die Route möglichst barrierefrei sein und mit dem Kinderwagen befahrbar. Das heißt: die Räder dürfen nicht verklemmen, der Untergrund darf nicht zu schmal oder zu uneben sein und es sollten keine großen Höhenunterschiede per Treppe oder Kletterweg zu meistern sein. Aber auch die Art des Kinderwagens spielt eine wichtige Rolle, denn nicht jedes Modell ist für eine Wanderung durchs Grüne geeignet. Folgende Unterschiede sind zu berücksichtigen:

Buggy – für Park und Stadt

Der Buggy lässt sich leicht zusammenklappen, ist im Urlaub schnell dabei und leicht im Gewicht. Die kleinen Plastikräder sind aber nicht für alle Wege geeignet. Sie bewältigen am besten gerade Strecken durch Parks und fahren sich noch besser auf asphaltierten Wegen in der Stadt. Selbst Kopfsteinpflaster könnte schon zu einem Problem werden. Für richtige Wandertouren in der Natur sind die kleinen mobilen Buggys also nicht geeignet. 

Kinderwagen – am besten mit Luftreifen

Der normale Kinderwagen ist etwas größer, bietet aber den Kleinsten auch einen optimalen Komfort. Am besten empfehlen sich luftbereifte Modelle, um selbst holprigen Wegen zu trotzen. Zusätzlich besitzt der Kinderwagen viel Stauraum für die Wickeltasche, Spielsachen oder Wechselkleidung. Auch Proviant muss ausreichend für die Kinder mitgenommen werden und findet im Körbchen unter der Liegefläche Platz.

Fahrradanhänger – ist etwas breiter

Wanderungen können ebenso mit dem Jogger oder Fahrradanhänger gestartet werden. Hier nehmen selbst schon die Kleinsten als auch ältere Kinder Platz. Die großen Luftreifen unterstützen auf unwegsamen Gelände und auch kleine Treppenstufen sind kein Problem. Zu beachten ist nur, die Kinder in dem Wagen richtig zu sichern und auf möglichst breite Wanderwege zu achten. Andernfalls sind auch diese Strecken mit dem breiten Wagen nicht passierbar. 

Die richtige Route - Weglänge und Steigung

Neben der Ausstattung ist die Wahl des Weges sehr wichtig. Gängige Wanderführer orientieren sich meist an den Wünschen der Erwachsenen und sind für Kinder oder den Kinderwagen einfach zu lang. Außerdem ist die Wegbeschaffenheit nicht in jedem Führer zu erkennen, jedoch ein wichtiges Kriterium für die Auswahl.

Grundsätzlich sollte die Wanderung nicht zu lang gewählt werden und genügend Abwechslung bieten. Auch die Kleinsten wollen irgendwann raus aus ihrem Wagen und die Natur entdecken. Für die größeren Geschwisterkinder muss genügend Zeit zum Toben und Spielen eingeplant sein. Für einen Tagesausflug mit Kindern reichen demnach etwa 5 – 7 km. Bestenfalls befindet sich die Ferienwohnung direkt in der Nähe oder die Route ist schnell mit dem Auto zu erreichen. Weitere wichtige Tipps sind:

  • Der Ausgangspunkt der Route ist bestenfalls schnell wieder zu erreichen. Hier hilft es, wenn sich Wege abkürzen lassen oder sie Strecke nicht zu lang gewählt ist, sobald die Kraft der Kinder nachlässt.
  • Im Sommer sollte die Wanderung möglichst im Wald oder im Schatten ablaufen. Ausreichend Getränke unterstützen längere Wege und bewahren vor Flüssigkeitsmangel.
  • Wanderwege für Kinder oder Kinderwagen dürfen nie gefährlich sein. In den Bergen führen manche Routen auch am Abhang entlang. Kinder wissen diese Gefahren schlecht einzuschätzen und sollten gar nicht erst in eine brenzlige Situation gebracht werden.
  • Nicht zu vergessen ist die ausreichende Verpflegung für die Strecke. Nicht immer befindet sich eine Gastronomie in der Nähe. So sind belegte Brote, Obst oder auch Reiswaffel ein gern gesehener Begleiter. 

Bildnachweis: Von photochur [Lizenz] via Pixabay

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