Castellina Marittima liegt nicht etwa am Meer, sondern rund 19km östlich davon in der Provinz Pisa in der Toskana. Die Gemeinde ist bekannt für den Abbau von Alabaster. Dem Thema kann man sich im Alabaster-Museum widmen. Statt von Meer ist der Ort auf rund 375m von Wäldern aus Steineichen und Kiefern umgeben, von Olivenhainen und Weingärten. Dazu passt, dass das Dorf in die Strada del vino Costa degli Etruschi eingebunden ist.
Wir starten in Castellina Marittima an der Via della Republica, beim Brunnen, dem Parkplatz und der Kirche San Giovanni Battista decollato, etwas östlich des historischen Ortskerns, und dem Ecomuseo dell'Alabastro – das wir uns auf jeden Fall noch ansehen wollen. Nun wandern wir erstmal links der Kirche vorbei und für rund 2,8km ansteigend durch den Mischwald sowie den Weg Sassi Bianchi, an einem Felsareal mit Höhlen vorbei, zum Aussichtspunkt Sassi Bianchi mit überdachter Rast und Panoramatafeln. Der Blick schweift über die Ebene bis zum Tyrrhenischen Meer. Sassi Bianchi wird mit „weiße Steine“ übersetzt.
Weiter wandern wir ansteigend zum zweithöchsten Pisaner Hügel, dem Poggio Pianace (659m), und haben von hier aus auch einen schönen Blick in die toskanische Landschaft und über die Hügel bis hin zum Meer. Hier haben wir den höchsten Punkt überschritten und wandern des Wegs Sassi Bianchi durch die Mischwaldvegetation zu den Punkten Tre Cerri (Drei Zerreichen) und La Madia (605m). Wir kommen zum Hügel Gabriggioli mit Aussicht. Dann streifen wir den Punkt Pietragosta und kommen über den Botro Pescero und weitere Bachläufe zum Ausgangsort zurück.
Jetzt lassen wir es uns nicht nehmen, ins Dorfinnere zu schlendern und zum Alabastermuseum. Alabaster ist eine Art des Minerals Gips und liegt optisch dem Marmor nahe – ist aber nicht so wetterfest und wird von daher selten im Außenbereich verarbeitet. Eine „Haut wie Alabaster“, rein, hell und samtig, war bereits im alten Ägypten Trend, doch besonders im Barock war Alabasterhaut eine Bezeichnung für makellose, feine Blässe derer, die nicht in der Sonne arbeiten mussten.
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