Trebeltal und Rodder Forst: Rundtour in Grammendorf


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑80m  ↓80m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nehringen liegt im Trebeltal. Die Trebel (70km) mündet in die Peene. Bei Nehringen verbindet die Trebelbrücke die Landesteile Mecklenburg und Vorpommern. Nehringen ist ein Ortsteil der Gemeinde Grammendorf. Unsere 21km-Runde wird uns auch durch Grammendorf führen und ist von viel offener Landschaft geprägt.

Start ist beim Wasserwander-Parkplatz in Nehringen direkt an der Trebel. Wir könnten uns zuerst die Trebelbrücke anschauen. Die Holzzugbrücke misst 44,5m und wurde im Sommer 1911 ihrer Bestimmung übergeben. Die heutige Brücke ist die dritte und wurde nach altem Vorbild 2012 erneut eröffnet.

Als nächstes könnten wir vor dem Einbiegen in die Runde, oder eben bei Rückkehr, im Ort Nehringen die St. Andreas Kirche anschauen, ein barocker Bau aus der Schwedenzeit. 1498 wurde die Kapelle zur Kirche erweitert, rund 100 Jahre später kam der Altar im Stil der Renaissance und mit Marmorreliefs hinein. Ein bisschen südlich der Kirche ist die alte Burgstelle der Burg Nehringen (vermutlich gesperrt). Die Grenzburg auf einer Motte ist von einem Parkareal umgeben. Von der Burg ist ein einsturzgefährdeter Rest des Wohnturms, genannt Fangelturm (um 1330) erhalten.

Wir wandern jetzt in die Feuchtzonen an der Trebel. Das slawische Wort Trebel bedeutet sowas wie „Fluss durch Rodeland“. Durch die Feuchtwiesen und Wasser kommen wir an Feldrand vorbei, durch die Flur durch Rodde mit Pferdekoppeln und dann ein Stück durch den Rodder Forst.

Wenn der Wald wieder offener Landschaft Platz macht, sind wir auf dem Weg nach Grammendorf, das wir nach rund 13,5km erreichen. Hier gibt es sogar eine kleine Grundschule, in der man je nach Andrang auch jahrgangsübergreifend unterrichten kann.

Mit der Dorfstraße verlassen wir das Örtchen, machen einen kleinen Haken und kommen nach Keffenbrink, machen einen Schwenk nach Dorow und kommen nach Nehringen zurück. Wenn wir nicht vielen Menschen begegnet sind, ist das nicht verwunderlich, denn im Gemeindegebiet verlieren sich auf 1km² nur 15 Seelen.

Bildnachweis: Von Chpagenkopf [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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