Städtereisen ab Düsseldorf: Die zehn lohnendsten Ziele für ein langes Wochenende


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Drei oder vier Tage reichen für eine fremde Stadt, wenn die Anreise kurz bleibt und das Ziel zu den eigenen Vorlieben passt. Am Düsseldorfer Flughafen gilt seit dem 25. Oktober der Winterflugplan, der bis zum 27. März 136 Ziele in 46 Ländern umfasst. Die zehn Vorschläge sind danach geordnet, was im Mittelpunkt der Reise stehen soll, also Museen, Berge in Stadtnähe, Essen und Trinken oder ein Ziel abseits der üblichen Routen. Vorab geht es um die praktischen Fragen, die bei einem Kurztrip mehr Gewicht haben als bei zwei Wochen Urlaub.

Bei drei Nächten bestimmt der Flugplan die Auswahl

Je öfter eine Strecke bedient wird, desto leichter lassen sich Hin- und Rückflug auf einen freien Freitag oder Montag legen. London-Heathrow steht in Spitzenwochen mehr als 60-mal im Düsseldorfer Winterflugplan, Wien bis zu knapp 50-mal und Madrid bis zu 43-mal. Zürich kommt auf mehr als 40 und Paris-Charles de Gaulle auf bis zu 38 Flüge pro Woche. Andere Städte werden nur an wenigen Tagen angeflogen. Drei Punkte gehören deshalb an den Anfang der Planung.

Für den frühen Abflug am Freitag muss der Stellplatz passen

Wer freitags einen der ersten Flüge nimmt, für den kommt es bei der Fahrt zum Terminal auf jede Viertelstunde an. Beim Vergleich der Angebote für das Parken am Flughafen Düsseldorf lohnt es sich deshalb, neben dem Preis auch darauf zu achten, wann morgens der erste Shuttle fährt. Ob ein Shuttle rund um die Uhr pendelt oder erst um drei beziehungsweise fünf Uhr morgens losfährt, zeigt Parken und Fliegen bei jedem Düsseldorfer Shuttle-Parkplatz noch vor der Buchung. Für einen Flug kurz nach sechs Uhr hilft ein Transfer ab fünf Uhr wenig. Ohne Shuttle kommen nur die Tiefgarage direkt am Terminal und das Valet-Parken infrage, bei dem das Auto dort übernommen wird. Auch für die Rückreise lohnt es sich, die Shuttlezeiten im Blick zu behalten, da diese je nach Anbieter unterschiedlich ausfallen und sich ändern können.

Große Museen füllen ein Wochenende in London, Paris oder Madrid

Im Winter zählt, was sich bei jedem Wetter unternehmen lässt. In London verlangen das British Museum und die National Gallery für ihre Sammlungen keinen Eintritt, was auch ein verregnetes Wochenende gut planbar macht. Für Paris sind die Schließtage wichtig. Der Louvre bleibt dienstags geschlossen und das Musée d'Orsay montags, sodass bei einer Reise von Freitag bis Montag der letzte Tag für das Orsay ausfällt.

Madrid hat mit dem Prado, dem Reina Sofía und dem Thyssen-Bornemisza drei Kunstmuseen nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Die Sammlung des Prado ist in den letzten beiden Öffnungsstunden kostenlos, montags bis samstags ab 18 Uhr und sonntags ab 17 Uhr. Ab dem 30. November sollen auf der Strecke nach Madrid zwei weitere tägliche Verbindungen hinzukommen.

Für London braucht es Reisepass und Reisegenehmigung

Bei der Einreise ins Vereinigte Königreich gelten strengere Regeln als innerhalb der EU. Wie das Auswärtige Amt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für das Vereinigte Königreich erläutert, ist dafür ein Reisepass nötig, der bis zum Ende der Reise gültig bleibt. Den Personalausweis erkennen die britischen Behörden nicht an.

Hinzu kommt eine digitale Einreiseerlaubnis, die sogenannte ETA. Sie kostet 20 Pfund und sollte mindestens drei Tage vor dem Abflug beantragt werden. Seit Februar 2026 dürfen Fluggesellschaften Reisenden ohne gültige ETA die Beförderung verweigern. Wer sie besitzt, kann damit zwei Jahre lang mehrfach einreisen, wobei die Frist mit dem Ablauf des Reisepasses früher endet.

Hausberge mit Bahnanschluss machen die Alpenstädte zum Ziel für Wanderer

In Innsbruck fährt die Hungerburgbahn aus der Innenstadt hinauf zur Hungerburg, wo die Nordkettenbahn anschließt und bis unter die 2.334 Meter hohe Hafelekarspitze hinaufführt. Gleich an der Hungerburg beginnt eine gut 14 Kilometer lange Rundtour, die über die Umbrüggler Alm und Waldwege zu einem Gasthof mit Aussicht auf die Stadt führt. Innsbruck wird von Mitte Dezember bis März freitags und sonntags angeflogen, ab dem 21. Dezember auch montags, was gut zu einem langen Wochenende passt.

Zürich hat mit dem Uetliberg einen Hausberg, den die S-Bahn aus der Innenstadt in knapp einer halben Stunde erreicht. Vom Gipfel führt der Planetenweg in rund zwei Stunden über den Grat zur Felsenegg. Von dort fährt eine Luftseilbahn hinunter nach Adliswil, die im März 2027 allerdings wegen Wartungsarbeiten stillsteht. In Bozen bringt eine Seilbahn Besucher aus der Stadt auf den Ritten, wo am Rittner Horn nach Schneefall ein eigener Winterwanderweg präpariert wird. Bei Bozen lohnt vor der Buchung der Blick auf die aktuellen Flugtage.

Wien, Neapel und Mailand eignen sich für Genießer

Wien verbindet Kaffeehaus, Markt und Stadtspaziergang auf engem Raum. Ein kulinarischer Rundgang durch die Innenstadt startet am Stadtpark, führt über den Naschmarkt und den Volksgarten und kehrt nach einem Stück entlang des Donaukanals zum Ausgangspunkt zurück. Im Advent kommt der Christkindlmarkt vor dem Rathaus hinzu.

Neapel gilt als Heimat der Pizza und ist Ausgangspunkt für den Vesuv und die Ausgrabungen von Pompeji. Im November bleibt der Flughafen wegen Arbeiten an der einzigen Start- und Landebahn geschlossen. In dieser Zeit wird ab Düsseldorf stattdessen das rund 60 Kilometer entfernte Salerno angeflogen. Ab Dezember steht Neapel wieder im Flugplan.

Die im Sommer aufgenommene Verbindung zum Mailänder Stadtflughafen Linate läuft erstmals auch im Winter, mit bis zu zwei Flügen am Tag. Linate liegt nah am Zentrum und hat einen Anschluss an die U-Bahn-Linie M4. Wer Leonardos Abendmahl sehen möchte, sollte früh reservieren, weil die Karten nur für feste Zeitfenster vergeben werden.

Tallinn ist das Ziel abseits der üblichen Routen

Mit Tallinn steht zum ersten Mal auch im Winter eine Verbindung nach Estland im Düsseldorfer Flugplan, allerdings nur zweimal pro Woche. Die mittelalterliche Altstadt mit Stadtmauer, Domberg und Rathausplatz gehört zum UNESCO-Welterbe und ist kompakt genug, um sie an zwei Tagen zu Fuß zu erkunden. Im Dezember steht auf dem Rathausplatz ein Weihnachtsmarkt.

Fazit: Erst den Reisetyp wählen, dann die Flugtage prüfen

Für ein langes Wochenende ab Düsseldorf eignen sich vor allem Städte, die oft angeflogen werden und deren Höhepunkte nah beieinander liegen. Welche davon passt, hängt davon ab, ob Museen, Berge, gutes Essen oder ein unbekanntes Ziel im Vordergrund stehen. Dazu kommen drei praktische Punkte. Die Flugtage bestimmen die Länge der Reise, für London braucht es Pass und ETA, und der Parkplatz sollte zur Abflugzeit passen.

Bildnachweis: Von Karson [Lizenz] via Unsplash


Dieser Artikel ist im Ressort Wanderziele erschienen.
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