Von oben betrachtet hat sich die Stadt Centuripe wie ein Seestern verteilt, denn sie liegt auf rund 730m auf dem Schnittpunkt von fünf Hügelketten und hat eine interessante Ansicht mit den terrassierten Hängen und Aussichten – auf dem Balkon Siziliens, wie es auch schon mal heißt. Centuripe ist Teil des Freien Gemeindekonsortiums Enna im Binnenland, rund 40km westlich von Catania.
Die Stadt mit antiken Wurzeln wurde vermutlich im 8. vorchristlichen Jahrhundert gegründet. Man findet griechische und römische Einflüsse und es haben sich einige Bauten aus der Blüte der Kaiserzeit erhalten. Centuripe war für seine Keramik der hellenistischen Zeit bekannt. Die Römer hinterließen Marmorskulpturen und Grabbeigaben beispielsweise. Das Regionale Archäologische Museum von Centuripe bewahrt diese Geschichte. Zu der gehört auch, dass die Stadt im 13. Jahrhundert aufgegeben worden war und erst im 16. entstand sie erneut auf den Resten der alten Stadt. Gut 12 Kirchen und Kapellen sind verteilt.
Wir starten zwischen zweien davon: Chiesa del Santissimo Crocifisso, gegenüber ist das archäologische Museum, und Chiesa della Madonna delle Grazie – auf ca. 720m. Gegen den Uhrzeigersinn wird es die ersten rund 5km rund 300m tiefer zu einem kleinen Gewerbegebiet gehen. Durch die Umrundung des Ortes werden wir einige interessante Blickachsen haben. Den ersten fantastischen Blick auf den Ätna haben wir von oben, von der Piazza Armando Diaz. Wir kommen zum Monument Castello di Corradino (Grabmal/Tempel) mit erneut fantastischer Sicht auf die hügelige Landschaft. Die Ruine stammt aus dem 2. bis 3. Jahrhundert.
Die Route verläuft in einigen Serpentinen talwärts durch die teils karg wirkende Landschaft und wir streifen im Tal ein kleines Gewerbegebiet. Durch die niedrig bewachsene Macchia-Landschaft erreichen wir Centuripes Bebauung wieder. Wir sind beeindruckt von der Enge der Gassen, wie sich die Häuser in die Hänge kleben und wie man hier wohl einen Umzugslastwagen einparkt.
Wir machen noch einen Abstecher von der Route zum Monte Calvario, der sich über all dem erhebt wie ein Zuckerhut mit einer Kapelle obendrauf. Wunderschön!
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