Spaziergang durch Büsum (Nordsee)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 3 km
Gehzeit o. Pause: 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑7m  ↓7m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Büsum ist nach Sankt Peter-Ording und Westerland die Nummer Drei in Sachen Nordsee-Tourismus in Schleswig-Holstein. Das liegt u.a. am Hafen Büsum– nach Brunsbüttel der zweitgrößte Hafen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Im Büsumer Hafen machen vor allem Krabbenkutter fest, die die bundesweit bekannten Büsumer Krabben anlanden. Zweites Standbein ist der Ausflugstourismus zur Nordseeinsel Helgoland.

Wir beginnen den kleinen Spaziergang durch Büsum am Fischerkai, wo man gut parken kann. Wir gehen am Hafen mit vielen Krabbenkuttern entlang zum Ankerplatz. Hier befindet sich der Museumshafen Büsum.

Das Hafenbecken I des Büsumer Hafens wird seit 2001 als Museumshafen Büsum genutzt. Ziel ist es, hier Schiffe und Boote aller Typen, die um Büsum zum Einsatz kamen, zu ankern. Zu den historischen Fahrzeugen gehören etwa der ehemalige Rettungskreuzer Rickmer Bock, der Gaffelkutter Margaretha und der älteste erhaltene Büsumer Krabbenkutter, die 1912 gebaute Fahrewohl.

Direkt am Museumshafen befindet sich auch der 1912-13 errichtete Leuchtturm Büsum. Die Feuerhöhe liegt auf 22 Metern über dem mittleren Tidehochwasser und die Tragweite beträgt bis zu 35 Kilometer. Bevor der Büsumer Leuchtturm zum Einsatz kam, gab es in Büsum schon einen Vorgängerbau. Diesen historischen Turm mit Petroleumlampe aus dem 19. Jahrhundert hat man in Büsum nachgebaut und am Museumshafen aufgestellt.

Vom Leuchtturm wenden wir uns an die Nordseeküste und folgen dem Strand bis hinauf zum Kurpark Büsum, der direkt hinterm Deich liegt. Hier spielt in den Sommermonaten schon mal das Büsumer Kurorchester auf. Ansonsten ist der Kurpark eine Oase der Ruhe im ansonsten meist recht geschäftigen Büsum.

Durch die Westerstraße und vorbei am kleinen Feuerwehrlöschteich spaziert man in den alten Ortskern von Büsum. Hier steht am Kaiser-Wilhelm-Platz das 1914-15 erbaute Büsumer Rathaus, ein prächtiges Gebäude im Backstein-Barock.

Hinter dem Rathaus steht die evangelisch-lutherische St. Clemens Kirche, die auch Fischerkirche genannt wird. Die Fischerkirche stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist der dritte Kirchbau an dieser Stelle. Wertvollstes Stück der Inneneinrichtung ist sicherlich das bronzene Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert.

Hier am Neocorus-Platz findet man auch die Traditionswirtschaft Zur alten Post. In der 1889 eröffneten Post soll der Eiergrog erfunden worden sein: Der nordfriesische Eiergrog besteht aus einem Eigelb, einem Esslöffel Zucker, etwas Wasser und deutlich mehr Rum – beides heiß, schließlich ist’s an der Küste schon kalt genug.

Durch die Osterstraße spazieren wir schließlich wieder zurück zum Fischerkai. Hier bietet sich an, nach dem Einstimmungsspaziergang noch ein Besuch des Sturmflutenmuseums Blanker Hans. Blanker Hans ist eine Bezeichnung für die tobende See bei einer Sturmflut und im Erlebnismuseum Sturmflutenwelt Blanker Hans wird dieses Thema an verschiedenen Event-Stationen aufgegriffen.