Sonntagshorn-Aufstieg (auf den höchsten Gipfel der Chiemgauer Alpen)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 6 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑1322m  ↓1322m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Sonntagshorn misst 1.961m und steht auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, Bayern und Salzburger Land, Ruhpolding und Unken. Das Sonntagshorn ist der höchste Berg der Chiemgauer Alpen. Wir erfreuen uns auf der anspruchsvollen Tour an den wilden Kraxenbachtälern, schlängeln dem Wasser von Fischbach, Schwarzachen und den Kraxenbächen entlang, treffen auf Gumpen und wandern auch an einem heißen Sommertag oft schattig.

Start ist südöstlich von Ruhpolding in der Laubau. Dort betreibt Bayerische Staatsforsten ein Bildungszentrum und wir beginnen am Holzknechtmuseum Ruhpolding. Es dokumentiert die Entwicklung der Waldarbeit aus der Salinenzeit bis heute. Die ersten 4,2km sind auch die letzten. Man könnte aus dieser Wanderung auch einen kleinen „Berg-Duathlon“ machen: Radfahren, Bergwandern, Radfahren.

Wir wandern zu beginn eine Forststraße gen Süden, den Kaitlalmweg Nr. 33. Der Fischbach fließt erst links, nach einem Brückchen rechts von uns. Zur idyllisch gelegenen Schwarzachenalm biegt der Weg gen Osten und begleitet den Schwarzachen. Hat man sich für den Berg-Duathlon entschieden, könnte man seinen Drahtesel hier anbinden.

Entlang dem Danzingbach mit Aue und Waldrand öffnet sich alsbald die Runde und es geht langsam deftiger mit dem Anstieg los. Wir halten uns rechts und wandern mit dem Mittleren Kraxenbach und durch dichten Wald gen Süden. Dabei kommen wir auch einige Male über den wildromantischen Bachlauf. Trotz Anstieg ist es noch irgendwie erfrischend.

Wenn der Wald weicht und wir immer mehr Höhenluft schnuppern sind wir im Großen Sand. Das ist ein Schuttkessel unter der Sonntagshorn-Nordwand. Welch interessantes Gebiet. Wie das bei Schutt so ist, das Laufen auf dem beweglichen Untergrund bietet Abwechslung und Schwierigkeiten. Wir wandern zur Wand unter der Scharte zwischen Sonntagshorn und Reifelberg, kraxeln einen Kamin rauf in die Scharte und folgen dem Grat zum Sonntagshorngipfel.

8km Strecke haben wir gemacht, gefühlt waren es etliche mehr. Erlebnis und Ausblicke sind der Mühe Lohn. Man schaut beim Gipfelkreuz auf dem Sonntagshorn auf den Nachbarn Hochgern, bis nach Ruhpolding beispielsweise oder nach Österreich.

Beim Abwärtswandern erleben wir zwischen Sonntagshorn und Aibeleck eine weitere Sandreise. Dann ist der Hintere Kraxenbach unser Tourguide und an ihm kommen wir an der Hinteren Kraxenbach Diensthütte und Alm vorbei. Ü̈ber Gumpen, an Wasserfällen längs, von Bergmischwald beschattet folgen wir dem munteren Lauf des Baches bis sich die Runde schließt und wir den bekannten Weg zurücknehmen. Entweder nur wandernd, oder ab der Schwarzenbachalm mit dem Rad.

Bildnachweis: Von Capt. John Farmer [Public domain] via Wikimedia Commons

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