Großenbrode im Norden von Schleswig-Holstein ist kurz vor der Fehmarnsundbrücke am Fehmarnsund und an der Lübecker Bucht. Das bekanntere Heiligenhafen ist westlich von Großenbrode, wo unsere Rundwanderung einmal von Süd nach Nord führt, dann auch durch Wiesen und Felder sowie schließlich entlang des Strandes zurück. Im Süden von Großenbrode ist ein beliebter Sandstrand mit Promenade und malerischer Seebrücke.
Großenbrode gehört zum Amt Oldenburg-Land und liegt auf der wagrischen Halbinsel in der Ostsee. Als Wagrien wird der nordöstliche Teil von Holstein bezeichnet. Hier lebten einst die slawischen Wagrier, deren Stamm erstmals 967 erwähnt wurde. Wir starten vom Parkplatz an der Straße Südstrand und schlendern dort auch zuerst hin. Am Südstrand ist auch die Touristeninformation zu finden. Wir genießen ein Stück der Promenade, biegen nach rechts ein und halten uns nochmals leicht rechts, wandern die Strandstraße entlang und durchqueren einmal vertikal Großenbrode.
Dabei streifen wir eine Trimmdich-Anlage, Discounter und Wohngebiete, passieren einen Bahnübergang und biegen anschließend nach rechts in die Teichstraße ein. Hier sehen wir eine in Norddeutschland bisweilen als „wenisches Rechteck“ bezeichnete Dorfanlage mit Dorfteich und rechteckigem Park. Dahinter ist das Rathaus und hinter dem blitzt die evangelische Kirche St. Katharinen hervor. Sie geht auf das 13. Jahrhundert zurück, zeigt Feld- und Backsteinmauerwerk sowie einen Holzturm (17./18. Jh.).
Nach rechts biegen wir in die Schmiedestraße, kommen nochmal über ein Gleis und dahinter wandern wir nach links durch die Flur, folgen dem GPS in Haken und dem Moorweg. Der führt uns an die Küste und wir wandern etwas oberhalb des Meeresspiegels mit Blick auf die Lübecker Bucht. Schließlich erfreut uns die Promenade erneut und wir genießen den Moment am Südstrand mit einem Abstecher über die Seebrücke Großenbrode, die rund 300m misst und seit 1979 den Urlaubsort bereichert, der 1986 vom Seebad zum Ostseeheilbad befördert wurde.
Bildnachweis: Von Federal Waterways Engineering and Research Institute [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons