Schloss Pillnitz und die Dresdner Elbtalhänge


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 11 Min.
Höhenmeter ca. ↑278m  ↓278m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das prachtvolle Ensemble von Schloss Pillnitz und das Naturschutzgebiet Dresdner Elbtalhänge stehen heute auf unserem Wanderplan. Wir starten am Parkplatz Lohmener Straße an der Fakultät Landbau und Landespflege der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden.

Wir gehen zunächst ein Stück die Lohmener Straße elbaufwärts bis zum Schöpsdamm. Hier biegen wir links ab und gehen zum Bergweg, an dem wir uns rechts halten und dann nach Hausnummer 23 links auf einem schmalen Weg hinein ins Naturschutzgebiet Dresdner Elbtalhänge kommen.

Die Dresdner Elbtalhänge bestehen aus Kerbtälern und Hängen, die in das Schönfelder Hochland auslaufen. Die Dresdner Elbtalhänge sind steil und nach Süden exponiert, weshalb es hier ein trocken-warmes Klima gibt. Das begünstigte den Weinbau, der allerdings durch Reblausbefall Ende des 19. Jahrhunderts zum Erliegen kam. Heute weisen noch Trockenmauerreste an einigen Hängen auf diese Nutzung als Weinberge hin.

Wir wandern in östliche Richtung und kommen bald zur Rysselkuppe mit schönem Aussichtspunkt. An der Rysselkuppe wird seit den 1980er Jahren wieder Wein angebaut. Es geht weiter auf dem Leitenweg bis zu einem weiteren Ausichtspunkt. Hier halten wir uns links und kommen so nach einiger auf den Jagdweg.

Kurz vor der Wünschendorfer Straße knicken wir nach links weg und gehen durch den ehemaligen Königlichen Weinberg von Pillnitz und weiter zur Weinbergkirche. Der barocke Saalbau entstand ab 1723 als Ersatz für die Pillnitzer Schlosskirche, die für die Erweiterung des Schlosses Pillnitz abgerissen wurde. Architekt war Matthäus Daniel Pöppelmann, der auch den Dresdner Zwinger baute. Die Weinbergkirche gilt als ein Wahrzeichen der Pillnitzer Landschaft.

Jetzt kommen wir nach Pillnitz hinein und folgen der Orangeriestraße bis zur Höhe Englischer Pavillon. Dann gehen wir am Schlosspark entlang zur Elbe und kreuzen dabei die historische Maillebahn (Maille ist ein Ballspiel, das früher beim Adel sehr beliebt war).

Wir folgen der Elbe stromaufwärts und genießen die herrliche Front von Schloss Pillnitz. Ein Abstecher (kostenpflichtig) aufs Schlossgelände lohnt sich. Heute befindet sich im Neuen Palais das Schlossmuseum Pillnitz und im Berg- und Wasserpalais ist das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untergebracht. Schloss Pillnitz gehört neben Schloss Moritzburg und dem Zwinger zu den Hauptwerken des Dresdner Barock.

Bildnachweis: Von Mbdortmund [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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