Rosalia („Salah he!“) war die grausame Frau von Forchtenstein. Der Sage nach ließ Rosalie ihre Untertanen foltern, während ihr Gatte, Fürst Giletus von Forchtenstein, im Krieg war. Am Ende ereilte sie ihr eigenes Urteil im Hungerturm der Burg Forchtenstein. Wir wandern eine schöne Runde von Forchtenstein über die emporragende Burg zum Heuberg auf 748m, mit der Rosalienkapelle. Im Rosaliengebirge ist auch das Quellgebiet der Wulka, die zum Neusiedler See fließt. Und wir sind im Naturpark Rosalia-Kogelberg (7.500ha).
Die Gemeinde Forchtenstein liegt südöstlich des Neusiedler Sees und hier starten wir an der Hauptstraße/Mida-Huber-Straße. In diese biegen wir ein und folgen dem GPS durch ein Wohngebiet und in einem Bogen auf die Hausberggasse. Der Hausberg wird nördlich gestreift auf dem Weg zur Burg Forchtenstein auf einem Felsen. Die sagenumwobene Burg hoch über dem Wulkatal stammt aus dem 14. Jahrhundert und lädt zu einer Besichtigung ein, mit Schatzkammer, Sammlungen und Ausstellungen. Ihr 50m hoher Bergfried ist weithin zu sehen. Im Schuldturm endete auch die grausame Gattin auf die Weise, wie sie Menschen behandelt hatte, deren Nasen ihr nicht gefielen. Noch viele Jahre soll ihr Geist durch die Burgmauern gestreift sein.
Wir folgen der Reserlgasse und biegen von der nach links in den Reitsteig. Wir wandern ansteigend durch den Mischwald und das Quellgebiet der Wulka in Zielrichtung Rosalienkapelle auf dem Heuberg, mit der fabelhaften Aussicht und den Kreuzen. Eine erste hölzerne Kapelle wurde bereits 1666 gebaut. Wenige Jahre später wurde auf deren kreuzförmigem Grundriss ein Steinkirchlein errichtet. In der Sage um die grausame Frau wird erzählt, dass der Spuk in der Burg erst endete, nachdem die Kapelle stand.
Nach einer Rast wandern wir die ca. 500m vom Berg auf dem bekannten Weg retour und halten uns dann rechts, um nach Forchtenstein durchs Tal der Wulka hinabzugelangen. Wir erreichen Bebauung, folgen der Straße Wulkalände, treffen auf eine enge Kurve der Schlossbergstraße, in die wir nach rechts einbiegen, und sind unterhalb der Burg unterwegs zur Hauptstraße.
Gegenüber dem Gemeindeamt mit Trinkbrunnen steht die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt, die 1347 geweiht wurde. Erweiterungen erfuhr sie 1655 und 1703, als ein Kloster entstand. Zum Ausgangsort ist es dann nicht mehr weit. Als mögliche Erfrischung böte sich nach der Wanderung ein Abstecher zum angestauten Forchtensteiner Badesee an.
Bildnachweis: Von Helmlechner [CC0] via Wikimedia Commons
Diese Runde startet auf der Höhe, führt zum Stausee hinab und dann gehts wieder rauf. Forchtenstein-Rosalia liegt am 748m hohen Heuberg und der...
Wir tauchen ein in die Kultur und Natur des Burgenlandes. Das war bis 1920/21 ungarisch und wurde dann den Österreichern zugeschlagen. Von Rohrbach...