Wir wandern in einer ausgedehnten Runde um den Lago di Gramolazzo in der nördlichen Toskana, mit zwei Anstiegen. Start und Ziel ist das beschauliche Bergdorf Gramolazzo, das zur Gemeinde Minucciano gehört. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn, sodass wir den See zunächst im Osten umrunden und später über die westlichen Höhenzüge zurückkehren. Da der Stausee zur Stromerzeugung genutzt wird, kann der Füllstand unterschiedlich sein – bis hin zu trocken.
Das Bergdorf Gramolazzo liegt in der oberen Gebirgslandschaft der Garfagnana am Fuße des Monte Pisanino, des mit 1.946m höchsten Gipfels, der komplett in der Toskana ist. Wir starten vom Parkplatz an der Via La Piana, am östlichen Ortsrand und am Westufer des Sees, in den einige Bergbäche einfließen. Je nach Wasserstand laden Strände zum Baden ein.
Wir kommen über den Torrente Acqua Bianca und einen Campingplatz durch den Weiler Foresto mit seinen Steinhäuschen. Wald, Weiler und Anstieg begleiten uns bis Verrucolette. Das abgelegene Örtchen schmiegt sich in die üppige Vegetation dieser malerischen Gebirgslandschaft. Mit der Via della Scorticata wandern wir waldreich abwärts bis auf rund 540m. Danach geht es wieder aufwärts, aus dem Gebiet des Parco Naturale delle Alpi Apuane heraus, nach Nicciano. Der Ort mit seinem bäuerlichen Flair ist von Kulturlandschaft umgeben.
Nun steigen wir, wieder im Nationalpark, steiler zum Monte Debbia hinauf (813m) und wandern überwiegend durch angenehm schattigen Laubmischwald. Über die ländlichen Orte Castagnola und Agliano mit der Chiesa di Santa Maria Assunta ergeben sich – immer, wenn der Bewuchs es zulässt – feine Blicke ins Tal und ebenso zu den Gipfeln der Garfagnana.
Nun geht es hinab ans Seeufer bei Rimessa di Agliano mit Unterkünften und Einkehrmöglichkeiten sowie schönem Blick auf das türkisblau schimmernde Wasser des Lago di Gramolazzo. Entlang des Ufers wandern wir zurück zum Ausgangspunkt.
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