Diese Rundwanderung durch den Mischwald im Unteren Vogelsberg eignet sich hervorragend, wenn man sich ein wenig im Schatten bewegen möchte sowie unter der Erde. Die Teufelshöhle (bei Steinau) ist eine Tropfsteinhöhle, die man besichtigen kann. Wo vermeintlich der Teufel seine Wohnung hatte, ist seit 1927 eine Schauhöhle. Es ist Hessens älteste Schau- und Tropfsteinhöhle, etwa 2,5 Millionen Jahre alt, rund 174m sind begehbar … und von den Resten einer toten Kuh ist nichts überliefert.
Wir starten vom Parkplatz an der L3179, wo ein Schild mit Fledermaus auf die Höhle hinweist. Die Höhle (Öffnungszeiten beachten) liegt im kleinen Naturschutzgebiet Teufelsloch und Almosenwiese bei Steinau an der Straße. Wir wandern zur Teufelshöhle, wo der Legende nach eine Kuh vom Erdboden verschluckt worden sein soll. Deshalb ging so lange niemand dorthin. Erst ab 1905 begann die Erschließung des geologischen Naturdenkmals. Es ist fantastisch dort, wenn man im größten Raum steht, dem Dom, mit rund 16m Deckenhöhe und ca. 11m Durchmesser. Ein Besuch der Höhle erleichtert besonders Menschen mit Erkrankungen der Atemwege. Die Luft tief unter der Erde ist nahezu staubfrei und die hohe Luftfeuchtigkeit tut ihr Übriges. Eine Führung durch die Höhle muss man vorher buchen.
Wir schlagen dann den Weg mit den Stufen ein. Er führt zu einem naturbelassenen kleinen See, dem Bergweiher, mit Schilf und Seerosen. Die Wanderung durch den Mischwald führt uns bis auf rund 422m, die nach etwa der halben Runde erreicht sind. Anschließend wandern wir absteigend zum Ausgangsort zurück.
Weitere Naturrunden sind ganz in der Nähe, wie zum Beispiel jene um die Höhe Ohl mit dem ehemaligen Ohlsteinbruch bei Steinau an der Straße. Von dort ist es nicht weit bis nach Schlüchtern in östlicher Richtung. In südlicher Richtung lädt Steinau an der Straße zu einer Erkundung ein. Hier lebte einige Jahre die Familie mit den Gebrüdern Grimm.
Bildnachweis: Von Rainer Lippert [Copyrighted free use] via Wikimedia Commons
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