Heute wandern wir in der Region Noord-Holland im Naturreservat Naardermeer. Das ist ein Seegebiet mit mehreren flachen Gewässern, die durch Kanäle und Schleusen miteinander verbunden sind. Großräumig betrachtet liegt es zwischen Amsterdam und Bussum sowie Hilversum. Nördlich ist das Gooimeer und südlich die Wasserlandschaft um Ankeveen. Naardermeer war der Ursprung zur Deklaration von Natuurmonumenten. Wer die Tiervielfalt beobachten möchte, sollte ein Fernglas mitnehmen.
Vor 1905 wollte Amsterdam das Naardermeer zur Mülldeponie machen. Naturschützer Jac. P. Thisse und Eli Heimans wollten das nicht zulassen. 1905 gründeten sie die Vereinigung zur Erhaltung der Naturdenkmäler und kauften das Naardermeer für 160.000 Gulden. Im Naturreservat, das rund 1.150ha umfasst, finden sich offene Wasserflächen, Ried, Feuchtwälder und Feuchtwiesen. Seltene Vögel wie Purpurreiher, Schwarzseeschwalbe, Kormorane und Rohrsänger sind zu finden. Auch der Otter ist zurück.
Wir starten vom Parkplatz westlich von Naarden und östlich des Naardermeers, an der Meerkade, und werden einmal gegen den Uhrzeigersinn das Gebiet mit einigen Beobachtungspunkten umrunden. Bussum ist südöstlich davon. Wir biegen nach dem Parken nach rechts in den Weg Meerkade. Linkerhand ist der See Groote Meer und an dem kommen wir zum Vogelbeobachtungspunkt mit Bänken unter Bäumen und Blick über das Ried und Wasser.
Dem Weg folgend wandern wir nach links weiter in einem Bogen. Bei einer Rast beginnt dann der Visserijpad, wo wir einen kleinen Kanal passieren. Weiter wandern wir durch die Wiesen mit Feuchtgebieten und kommen über die Bahn der Flevolijn. Vom Sträßchen Keverdijk biegen wir nach links auf den `s Gravelandseweg und könnten einen Abstecher zum Fort Uitermeer machen. Das ist rechts von uns, hinter der Schleuse, wenn wir die Rechtskurve nähmen. Das Fort ist eine runde Festung aus dem Jahr 1845, am Ostufer der Vecht. Bereits im 16. Jahrhundert gab es eine Stellung dort. Das Areal ist frei zugänglich.
Die Wanderroute führt uns davor nach links über einen Wiesenweg um ein Hügelchen herum. Weiter geht’s mit GPS durch verschiedene Feuchtzonen mit Sumpf und Wiesen sowie weiteren flachen Gewässern und verbindenden Kanälen sowie Vogelstationen. Wir kommen nochmal über die Bahn im Nordwesten von Bussum, bevor sich die Runde schließt.
Bildnachweis: Von G.Lanting [CC BY 4.0] via Wikimedia Commons
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