Ribnitz-Damgarten Stadtrunde (mit Klosterwiese und Nizzepark)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑54m  ↓54m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Bernsteinstadt Ribnitz-Damgarten liegt recht hübsch und malerisch an der Mündung der Recknitz in den Ribnitzer See, dem südlichen Teil des Saaler Boddens. Historisch gesehen gehörte Ribnitz zu Mecklenburg und Damgarten zu Vorpommern. 1950 war Vermählung. Die Stadtgeschichte ist mit dem Bernsteinhandwerk verbunden. Wir erleben auf dieser Runde Küstenlandschaft und Geschichte mit mittelalterlicher Backsteingotik.

Start ist die Gänsewiese mit Parkplatz. Zuerst erkunden wir die Küste und kommen zum Hafen, von wo aus die MS Boddenkieker über den Ribnitzer See nach Dierhagen und Wustrow ablegt. An Kunst und dem Segelclub geht’s vorbei in einen Waldabschnitt und durch Boddenlandschaft. Wir umgehen das Stadion am Bodden und wandern in den Nizzepark mit Laubmischwald und Feuchtgebiet.

Per Damgartener Chaussee kommen wir in den Erholungsort und suchen die Klosterwiese auf. Hier ist das Stadtkulturhaus. Die Klosterwiese mit Grünflächen, Rabatten und Baumgruppen grenzt an das Klarissenkloster Ribnitz. Das einstige Klarissenkloster geht auf das 14. Jahrhundert zurück. 1329 zogen die ersten Nonnen ein. Von der Klosteranlage hat sich die Klosterkirche erhalten.

Im Klosterareal ist das Deutsche Bernsteinmuseum beheimatet und zeigt die Natur- und Kulturgeschichte des baltischen Bernsteins, dem „Gold des Meeres“. Einige recht außergewöhnliche Exponate sind zu sehen, mit interessanten Einschlüssen und Beispielen der Handwerkskunst. Ein zweiter Teil der Ausstellung widmet sich der Kloster- und Stiftsgeschichte: Dame von Welt, aber auch Nonne.

Wir schlendern zur Kirche Sankt Marien mit wuchtigem Westturm. Die Kirche geht auf das 14. Jahrhundert zurück, wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrfach umgebaut. Gegenüber ist die Stadtinformation. Wir biegen nach links in die Gänsestraße und gelangen zum Ausgangsort zurück, wobei wir dem Klosterbach begegnen. Nicht an unserer Route, aber vielleicht einen Abstecher wert, ist das Rostocker Tor, das älteste und einzig erhaltene. Der Bau von 1430 ist der zweite an der Stelle. Das ältere Tor wurde 1290 erstmalig genannt. 

Als weiterer Ausflug ist westlich von Ribnitz-Damgarten das Freilichtmuseum Klockenhagen interessant. Es zeigt ein Dorf im Dorf und das Leben in der Region in den letzten 300 Jahren.

Bildnachweis: Von Rimshot [CC BY-SA 2.5] via Wikimedia Commons

Vgwort