Ploggensee, Altstadtrunde Grevesmühlen und Questiner Wald


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Länge: 11.18km
Gehzeit: 02:33h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Die Stadt Grevesmühlen und das Amt Grevesmühlen-Land bilden eine Verwaltungsgemeinschaft. Rund 15km nördlich ist die Ostsee. 20km östlich ist Wismar. Durch Grevesmühlen kommt übrigens auch die Via Baltica. Die ist in Deutschland der nördlichste Weg der Ost-West-Verbindungen und verbindet auch die baltischen Länder mit dem Jakobsweg. Soweit schweifen wir nicht, denn das saniert aufgehübschte Grevesmühlen hat auch Einiges zu bieten.

Der Stadtkern, mit fast 800jähriger Geschichte, wird nördlich umspielt vom langgestreckten Ploggensee und dem Vielbecker See. Wir starten beim Ploggensee (15ha), wo sich ein Freibad findet. 1226 und 1262 wurde Grevesmühlen erstmals genannt und wir lenken die Schritte ins historische Zentrum, neben der Straße Badstüberbruch (B105), biegen in den Schäfergang und kommen zum Rathaus, gegenüber dem Markt.

Am Markt ist das Alte Rathaus ein Hotel und Restaurant. Am Rathausplatz sehen wir die Skulptur „Der Rufer“. Im Amtsgarten des Rathauses ist am Kunstweg der Wächterbrunnen, auch am Alten Rathaus ist Kunst zu finden, Wir wandern durch die August-Bebel-Straße, an die sich einige Baudenkmäler der Gründerzeit reihen.

Wir kommen in Richtung Amtsgericht und Karl-Liebknecht-Platz, biegen in die Lübecker Straße, dann in den Börzower Weg. Dort ist links das Wahrzeichen, die Malzfabrik, mit wechselhafter Geschichte. Viele Wechsel sind jüngeren Datums: Einkaufszentrum rein, raus, Verwaltung des Landkreises Nordwestmecklenburg rein, dann wieder raus, nach einem Umbau wieder rein und jetzt zum Teil wieder raus. 1873 begann die Geschichte der Mälzerei, die in der Folge ausgebaut wurde, zu DDR-Zeiten war es eine VEB.

Wir folgen dem Börzower Weg (K17) nach Börzow durch den Questiner Wald, der als Mischwald Schatten spendet. Wer sich für Nordostdeutsche Kirchenarchitektur begeistern kann, macht einen Abstecher zur Dorfkirche Börzow aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Da sieht man imposante Backsteinbauweise, diesmal mit Feldsteinen aufgelockert und man sieht den dicken Westturm der so breit ist wie die Kirche, man könnte hier fast sagen, der die Kirche ist.

Wiesen- und Feldflur begleiten in die Bäume, wenn wir uns auf den Rückweg durch den Questiner Wald machen, durch den auch ein Bahngleis gezogen ist. Rechterhand ist die Aue des Baches Burdenow. Vor Grevesmühlen kommen wir an einem Wildgehege mit Waldschule vorbei.

Wir nähern uns dem Stadtkern über den Questiner Weg. Links ist ein Friedhof und an den grenzt die 1989 initiierte und 1991 geweihte katholische Kirche Niels-Stensen. Kurz drauf sind wir am uns bekannten Amtsgericht und wandern am Städtischen Museum vorbei zur St. Nikolai Kirche, die erstmals 1230 genannt wurde und die jetzt nicht mehr so backsteingotisch daherkommt, weil sie mehrfach baulich verändert wurde, innen wie außen. Zum Ploggensee ist es von hier aus nur noch ein knapper Kilometer.

Bildnachweis: Von Lars-Johann [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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