Nördlich von Kalmar und südlich von Mönsterås ist das kleine historische und idyllische Fischerdorf Pataholm – die kleinste Marktstadt an der Küste des Kalmarsunds in Småland. Östlich streckt sich die Insel Öland in die Ostsee. Wir wandern eine schöne entspannte Runde mit Start an der E22.
Wir biegen in die Straße nach Södra Bäckebo ein und wandern durch die Landwirtschaftsflächen mit Höfen. An der Kreuzung halten wir uns dann links und kurz drauf öffnet sich die Runde. Feldsteinmauern und das schwedische Rot begleiten noch ein Stück, wir kommen in den Wald und biegen dem GPS folgend nach rechts in den geschotterten Waldweg ein.
Abwärts gelangen wir nach Pataholm, das historisch gesehen im 19. Jahrhundert seine Blüte erlebte als wichtiger Handels- und Umschlagplatz für Holz. Es gab Kaufleute und eine Werft, auf der Segelschiffe gebaut wurden. Pataholm am Kalmarsund hat sich seinen Charme bewahrt und war sogar mal ein Kurort. Heute leben hier nur noch rund 20 Menschen.
In den Kaufmannshäusern Hullgrenska gården und Harbergska gården wurden Heimatmuseen. Zu weiteren Zeitreisen laden eine Ausstellung zur Geschichte der Fotografie und die Landschaftsmalereien ein. Ebenfalls einladend ist das Sommercafé Förlig Wind, das besondere Öffnungszeiten hat – im Sommer. Wir verlassen das Dorf, das bislang noch in keinem Lindgren-Film aufgetaucht ist, und wandern ein Stück in Küstennähe mit Blick auf etliche Schären.
Wir streifen auch an einigen vereinzelt stehenden Häusern und großen Grundstücken vorbei, kommen allmählich wieder leicht ansteigend durch die Kulturnatur und das Waldstück zum Punkt, wo sich die Runde wieder schließt und wir die ca. 1,5km des bekannten Wegs bis an die E22 zurückwandern.
Übrigens ist Deutschland fast 10-mal so dicht besiedelt wie Schweden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass fast 90% der Schweden im dichter besiedelten Süden leben und hier besonders in den städtischen Regionen Stockholm, Göteborg und Malmö.
Bildnachweis: Von L.G.foto [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons