Was machen wir, wenn wir auf die Welt kommen? Atmen, mit einem Schrei. Dann folgen Nährstoffaufnahmen, flüssig und gehaltvoll, und Schlaf. Als natürliche Wesen sind wir an unsere Umgebungsbedingungen gebunden. Daran ist kein Zweifel und niemand wird bestreiten, dass Schlafen immens wichtig für unser Wachstum und unsere Entwicklung ist, für unsere körperliche, geistige und emotionale Fitness.
Zudem wurde herausgefunden, dass wir im Schlaf nicht nur regenerieren, sondern auch Gelerntes verinnerlichen und festigen, das Immunsystem profitiert und das Gehirn sortiert. „Schlaf mal drüber“ – haben wir vielleicht auch schon mal gehört und womöglich erfahren, dass nach einer guten Nachtruhe die Gedankenwelt am Tag darauf geordneter war.
Was Babys angeboren können, fällt den Erwachsenen im Laufe des Lebens und in bestimmten Phasen gar nicht so leicht: einschlafen. Hier kommen die Umgebungsbedingungen nochmal ins Spiel, die durchaus Unruhe in die gewohnte Schlafhygiene bringen können, wie Anforderungen, die man mit ins Bett nimmt, vom Biorhythmus abweichende Arbeitszeiten, zu viel Elektronik und künstliches Licht, Lärm aus der Umgebung oder Jetlag.
Auch Positives kann uns aufregen: Vorfreude und Reisefieber auf die herbeigesehnte Fernwanderung, beispielsweise auf den Spuren der Hildegard von Bingen, mit verschiedenen Übernachtungsplätzen. Die heilkundige Benediktinerin (1098-1179) empfahl einen Abendspaziergang, um den Geist zur Ruhe kommen zu lassen, und hatte auch einige Kräuter und Ideen parat, um den Schlaf zu unterstützen. Das sagt uns, dass auch damals die Menschen bereits mit Unruhe zu tun hatten.
Sie wussten noch nichts von dem „Schlafhormon“ Melatonin, das erst 1958 vom US-amerikanischen Dermatologen Aaron B. Lerner und seinem Team an der Yale University entdeckt wurde. Es folgten langjährige weitere Forschungen, um herauszufinden, wozu genau Melatonin gut ist und was passiert, wenn zu wenig da ist. Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das hauptsächlich in der Zirbeldrüse im Zwischenhirn produziert wird. Es steuert den Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Produktion startet mit der Dunkelheit.
Durch das Ansteigen des Melatonins sinkt die Körpertemperatur, wir werden müde und gleiten in den Schlaf. Diese Entdeckung stieß weitere Forschung und Entwicklung im Bereich der Health-Care und ganzheitlichen Ansätzen in der Gesundheitsförderung an. Auch darauf spezialisierte Firmen wie BIOGENA gründeten sich und entwickelten Mikronährstoffpräparate für sportlich Aktive und für Situationen, z.B. Melatonin-Spray, in denen eine ausreichende Versorgung des Körpers über die Ernährung unausgeglichen sein kann.
Gerade in der Urlaubszeit besteht die Möglichkeit, dass unser bisheriger Tagesablauf durcheinandergerät, wir nicht in einen erholsamen Schlaf sinken, weil die Unterkunft keine Rollos hat oder die anderen Gäste lieber noch etwas feiern wollen, oder wir sind selbst noch randvoll mit Eindrücken, die wir nicht mit einem warmen Wannenbad oder einer Kneipp-Wanderung kompensieren können, und kommen „nicht runter“. Oft ist es auch eine Kombination aus allem. Da könnte ein Sprühstoß Melatonin vielleicht das Einschlafen unterstützen, wenn man für Supplements offen ist. Beruhigend wäre eine Anwendung besonders, wenn sie zuvor nach einer Analyse und Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin erfolgt.
Und was machen wir heute noch, wenn wir auf die Welt gekommen sind? Messen, Wiegen, Gesundheitscheck und durch alle Lebensalter: bewegen, regenerieren und lernen. Übrigens schlafen wir etwa rund 1/3 unserer Lebenszeit. Und Qualität geht meistens vor Quantität, haben wir vermutlich auch schon gelernt. Also Licht aus, Augen zu, Einatmen, Ausatmen und „Bubu“ – mit einem entspannten Gefühl, schlafend das Richtige zu tun, um am nächsten Tag ausgeruht weiterzuwandern.