Mansfeld: Wandertour in Luthers Kinderstube


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Länge: 19.26km
Gehzeit: 04:40h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Im östlichen Harzvorland liegt die Stadt Mansfeld, in der die Familie Luther lebte und der kleine Martin zur Schule ging. Damals hieß die Familie noch Luder, Martin und Bruder Jakob änderten die Schreibweise später. Kurz nach Martins Geburt, 1483, kam die Familie aus Eisleben nach Mansfeld.

Beim Lutherbrunnen wandern wir los und kommen am Rathaus vorbei zur spätgotischen Kirche St. Georg, vorwiegend aus dem 15. Jahrhundert unter Verwendung älterer Bauteile. Im Inneren befinden sich wertvolle Schnitzaltäre aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Nahe der Georgskirche war die Mansfelder Schule, die auch von Martin Luther besucht wurde. An diese Zeit erinnert er sich an zu Unrecht erhaltene Schläge, die er erhalten hatte, für etwas, das er nicht wissen konnte, weil es ihm noch gar nicht vermittelt worden war. Die üblen Lernmetoden veranlassen ihn vermutlich dazu, sich später mit der Reform des Schulwesens zu befassen.

Wir wandern zum Schloss Mansfeld (Burg Mansfeld) aus dem 11. Jahrhundert mit Schlosskirche aus dem 15. Jahrhundert. Das Ensemble erhebt sich auf dem Burgberg, umfasst Ruinen einer Festung sowie von drei Schlössern, Vorderort, Mittelort und Hinterort, und die genannte erhaltene Schlosskirche. Wir sehen Staffelgiebel und einen kleinen Turm. Es gibt ein Café und herrliche Aussichten über Mansfeld. Das Schloss wird durch eine christliche Jugendbildungsstätte genutzt.

Mit Wald und Flur wandern wir im Uhrzeigersinn nach Klostermansfeld und könnten einen Abstecher in die Ortsmitte zur Klosterkirche unternehmen. Das Kloster Mansfeld wurde vermutlich 1140 durch Benediktiner gegründet. Unsere Route führt nach Benndorf. Auf dem Weg kommen wir am Bahnhof vorbei und sehen den rund 31m hohen Wasserturm.

Durch Benndorf gelangen wir entlang der Hauptstraße nach Helbra, wo wir am Neptunbad vorbeikommen, nach rechts in die Ackerstraße einbiegen und den See Bad Anna streifen. Wir wandern nach Ziegelrode, kommen dort an den Vietzbach, queren die Wetzlarer Bahn, folgen dem Vietzbach durch Wald und Feld, sind am Grundberg auf dem Sträßchen Handtal in der kleinen Ansiedlung Felsberg und auf dem Weg nach Siebigerode. Es geht bergan.

Durch Siebigerode führt die B86, die wir queren und per Blumenberger Straße sind wir auch schon wieder raus aus dem Dorf. Nach rund 14km sind wir bei fast 330m am höchsten Punkt der Runde, von Wald umgeben. Abwärts kommen wir zum Rastplatz Steintisch Carl Wentzel.

Anschließend könnten wir uns die von Wald umgebene Neu-Asseburg im Beritt von Blumerode ansehen. Die Grafen von Asseburg bauten sich hier 1596 ein Jagdschloss. Es stellte sich als Fehlinvestition heraus. Geplant war es als Mittelpunkt eines Bergbaugeschäfts, aus dem nichts wurde, da die Erzvorkommen südlicher lagen. Etliche Besitzerwechsel folgten, auch ein Seniorenheim war da und die Johanniter. Das Anwesen verfällt eindrücklich und steht zum Verkauf: 20 Zimmer, 1.000qm Wohnfläche, erst ein Schnäppchen dann ein Groschengrab, falls man ernsthaft einziehen will.

Abwärts wandernd erreichen wir den Mansfelder Teich am Hagenbach und an der Möllendorfer Straße. Wir nähern uns dem Ziel durch Feldflur. Wer Stempel sammelt mache beim Gebäude vom Harzer Holz einen kurzen Abstecher nach links zur Lutherweg-Stempelstelle Naturerlebnisstation am Brandberg.

Bildnachweis: Von Tilman2007 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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Wanderziele am Weg
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