Hoher Schneeberg Rundwanderung ab Decin (Tetschen)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑821m  ↓821m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wer in Děčín (Tetschen) wohnt und gen Westen aus dem Fenster schaut, sieht den Děčínský Sněžník, den Hohen Schneeberg, wie er sich wie eine Schiebermütze mit leicht angeschrägtem Gipfelplateau in den Horizont malt. Der Hohe Schneeberg mit 723m ist der Größte unter allen Höhen im Elbsandsteingebirge.

Die Streckenführung zeichnet sich in zwei Schleifen ab, die mit einem Teilstück, das wir auf dem Hin- und Rückweg gehen werden, verbunden sind. Děčín liegt in einem Talkessel, in einem Übergangsbereich der Böhmischen Schweiz zum Böhmischen Mittelgebirge und nahe dem Schloss fließt die Ploučnice (Polzen) der Labe (Elbe) zu.

An der Labe (Elbe) starten wir auch, queren sie und nehmen die Straße Červený vrch in nordwestlicher Richtung, es geht bergan zum Rothberg. Es geht weiter hinauf zum Hřeben (317m), was mit Kamm übersetzt werden kann.

Talwärts durch Wald kommen wir an einem Friedhof vorbei und Bebauung. Wir wandern weiter zu einem Weiher (rybnik = Fischteich). Jetzt geht es gleich in das genannte Teilstück durch den Wald in Richtung der Höhen Pisečný vrch (337m) und Vrani vrch (308m), wobei vrch für Hügel oder Berg steht. Wir sind auf dem Weg nach Neudorf (Nová Ves), das wir lediglich streifen werden.

Nach rund 5,5km wandern wir in die zweite Schleife. Wald begleitet uns hinauf zum Hohen Schneeberg, der sich nicht verfehlen lässt. Bis in die 1980er Jahre war sein Gipfel von dichtem Wald gekennzeichnet, dann regnete es sauer und machte dem Baumbestand den Garaus.

1864 wurde ein 33m hoher Aussichtsturm gemauert. Vom Schneebergturm bietet sich eine erhabene Sicht: im Nordosten über die Landschaft der Böhmischen und Sächsischen Schweiz, im Osten über die Lausitzer Gebirge und den Jeschenkamm, im Süden die Kuppen des Böhmischen Mittelgebirges, im Westen das Osterzgebirge.

Wir haben an der Stelle rund 10,4km unter den Schuhen und Zeit für eine Rast im Berggasthof, von dem bereits ein erster 1865 gebaut worden war, im damals beliebten Schweizer Stil. Der Neubau entspricht dem, innen überwiegt der Charme der 1990er.

Nach einem ausgiebigen „Bergfest“, machen wir uns auf den Rückweg durch die beiden Schleifen und kommen dabei durch die Schäferwand (Pastýřská stěna), in deren Areal ein Zoo zu finden ist. Über der Elbe könnten wir von einem Restaurant mit Aussicht unseren Wanderabschluss ausklingen lassen. Unser Ausgangsort liegt nur einige Meter entfernt auf der anderen Elbseite.

Bildnachweis: Von Phoenix CZE [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort