Feldkirch: Stadtrundgang (mit Abstecher zum Wildpark Feldkirch)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑419m  ↓419m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Feldkirch Innenstadt, Wildpark Feldkirch, einmal rund um den Ardetzenberg mit Wald und Rheinblick – diese Wanderung bietet sehr viel Abwechslung und eignet sich besonders für einen Familienausflug. Wer nicht gleich in einem der Cafés abtaucht, den kann man im Wildpark „von der Leine lassen“, auf der Rücktour lassen sich alle wieder einsammeln.

Feldkirch liegt am Ausgang des Illtals in der Ebene des Alpenrheins, grenzt an die Schweiz und an Liechtenstein. Knapp 34.000 Menschen leben in der schmucken Stadt, die 1218 erstmals urkundlich benannt wurde, was sich auf das „neue Feldkirch“ bezieht. Das ältere Feldkirch bezeichnete eine Siedlung mit einer Kirche, die des heutigen Altenstadt, etwas nördlich des Stadtkerns, in dem wir starten – um genau zu sein, beim Parkplatz nahe der Schattenburg, an der Burggasse.

Die Schattenburg, um 1200 entstanden, gilt als eine der besterhaltenen hochmittelalterlichen Burganlagen Mitteleuropas. Schatten leitet sich von schaten = Schutz ab und das war eine wesentliche Aufgabe. Erbaut wurde sie durch Graf Hugo, der sich später Graf von Montfort nannte und die Stadt Feldkirch begründete. Der Bergfried misst 21m.

Die Schattenburg ist mit der Stadtmauer (ab 15. Jahrhundert) Feldkirchs verbunden. Im Inneren der Burgkapelle sind Fresken aus dem 16. Jahrhundert zu bestaunen. Im Schattenburgmuseum kann man der Geschichte nachspüren. Nachschlürfen kann man den Reben am Burgberg, der seit einigen Jahren wieder Rohstoff für Wein liefert.

Es dauert nur einige Wimpernschläge und wir sind durch die Burggasse auf dem Leonhardsplatz angekommen, wo Geschäftigkeit herrscht. Rechterhand sehen wir die Johanniterkirche, die ein zeitgenössisches Ausstellungszentrum beherbergt und in der Stadtgründungszeit wurzelt. Das Gebäude stammt im Kern aus dem 15./16. Jh. Am Marktplatz reihen sich die Baudenkmäler aneinander.

Wir kommen zur Liebfrauenkirche, 1473 gebaut und im 17. Jahrhundert verändert. Wir sehen das Churer Tor aus dem Jahr 1491. Der Geschütz- und Torturm wurde 1591 aufgestockt und erhielt den Treppengiebel. Per Himmelsstiege verlassen wir die malerische Altstadt von Feldkirch und steigen auf mit Baumbegleitung zur Weinberggasse, wo wir in den Wildpark Feldkirch kommen.

Der Wildpark Feldkirch auf dem Ardetzenberg (631m) ist Heimat vieler Tiere, von A wie Auerhuhn, über Luchs und Murmeltier, Reh und Wolf, bis Z wie Zwergziege. Der Wildpark ist ganzjährig kostenlos zugänglich. Wir wandern den Rheinblickweg zum Rheinblick, der sich genießen lässt. Es geht einmal rund um den Ardetzenberg, wobei wir in die Schallerhofstraße einbiegen, erneut durch den Wildpark schlendern, via Ardetzenweg zur Stadtmitte streben.

Wir wählen die Weinbergstiege und den Maria-Mutter-Weg, kommen über den Hirschgraben und am Katzenturm vorbei. Der runde Katzenturm wurde bis 1507 gegen die Schweizer im Zuge des Stadtmauerbaus errichtet. Die Bezeichnung Katze bezieht sich nicht auf Stubentiger, sondern leitet sich von Kavalier ab, einer Geschützstellung, von der aus sich feuern ließ.

Weiter geht’s über den Sparkassenplatz, den Raiffeisenplatz, zum Dom Sankt Nikolaus, die die Dompfarrkirche von Feldberg ist. Sie entstand auch 1218. Im 15. Jh. war ein Neubau fällig. Durch die geschäftige Meile Neustadt, wo auch das Rathaus ist, an Einkehr- und Geldauskehrangeboten vorbei finden wir den Rundenschluss via Bettlerstiege.

Bildnachweis: Von Norbert Kaiser [CC BY-SA 3.0 at] via Wikimedia Commons

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