Entlang der Mur bei St. Michael im Lungau


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑284m  ↓284m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Lungau ist eine geografische Region und einer der fünf Gaue Salzburgs. Der Lungau ist identisch mit dem Bezirk Tamsweg und ist im Südosten des Bundeslandes. Rund 1.000km² misst die Tallandschaft. Die Marktgemeinde St. Michael liegt nördlich an der Mur, am Fuße des Berges Speiereck (2.411m). Wir werden im Tal der Mur zwischen Sankt Michael und Sankt Margarethen im Lungau unterwegs sein. 

Die Mur misst insgesamt 453km. Sie entspringt in den zentralen Ostalpen der Ankogelgruppe, bei Muhr im Lungau. Wir erleben also den jungen Fluss, der nach Österreich durch Slowenien, Kroatien und Ungarn fließt, wo sie an der dortigen Grenze in die Drau mündet. 

Unser Weg folgt der Mur ufernah die erste Hälfte der Wandung. Wenn wir sie queren, kommen wir aufwärts, durch Wald, St. Martin und nach St. Michael zurück. Die Marktstraße bildet Start und Ziel. Leicht erhöht steht die spätgotische Pfarrkirche St. Michael, im Kern mit romanischem Chor und Westturm. In der Kirche sind Fresken aus dem 13. Jahrhundert erhalten. Benachbart ist die oktogonale Wolfgangskapelle.

Unsere Wanderung in südliche Richtung folgt der Marktstraße, Scheidergasse, passiert die Murtalstraße (B99) und schließlich per Mühlweg die Mur bei der Murinsel St. Michael, die als Naherholungsgebiet im Sommer zum erfrischenden Spielen am Wasser einlädt.

Wir wandern die Mur zur Linken und Feldflur zur Rechten gen Osten. Gegenüber ist ein Kieswerk und wir streifen den Platz des Golfclubs Lungau/Katschberg. Nördlich von Sankt Margarethen im Lungau queren wir die Mur via Thomtaler Landesstraße. Kurz drauf queren wir aufwärts wandernd die Murtalstraße und Katschbergstraße. 

Es bietet sich ein Abstecher zum Schloss Moosham an, das in Familienbesitz und im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich ist. Seine Geschichte beginnt urkundlich 1191. Schloss Moosham war schon öfter zu sehen, denn als Drehort für Märchen und Historienfilme macht es eine sehr gute Figur. 

Wir wandern weiter ansteigend gen Westen und mit Wald, erreichen bei 1.246m den höchsten Punkt der Runde. Zunehmend durch Feldflur geht’s abwärts und mit der Ablanzergasse nach St. Martin. Die Filialkirche St. Martin ist im Kern romanisch, der Westturm ist gotisch und es sind Malereien aus der Zeit um 1400 erhalten. Unsere Route führt am Nordrand des Ortes entlang nach St. Martin zurück. Dabei kommen wir an der Sonnenbahn vorbei, die zum Speiereck liftet.

Bildnachweis: Von Fl.schmitt - Eigenes Werk, [CC0] via Wikimedia Commons

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