Durch den Teufelsgraben zum Wildkarwasserfall (Obertrumer See)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑144m  ↓144m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Salzburger Seenland besteht aus den Trumer Seen im Flachgau. Derer sind es drei: der Obertrumer See als größter, der Mattsee der in ihn entwässert, und der kleinere Grabensee, nördlich im Seendreierlei. Unser Start und Ziel Matzing ist eine Ortschaft der Gemeinde Seeham. Wir erleben den Wildkarwasserfall und mit Kugelmühle, Röhrmoosmühle und Brechlbad ein bisschen Zeitreise.

Auf der ersten Hälfte wandern wir dem Lauf des Teufelsbachgrabens entlang und biegen von der Ortsmitte aus in die Tobelmühlstraße und kommen an einem Hochseilgarten vorbei, mit 600m langer Seilrutsche – vermutlich ist nur Fliegen schöner, oder eben wandern.

Naturziel ist der Wildkarwasserfall und wir treffen auf etliche Stationen am Naturerlebnisweg Teufelsgraben. Durch die bezaubernde, waldige und plätschernde Natur gelangen wir zum Wildkarwasserfall, wo sich der Teufelsbachgraben über mehrere Stufen und je nach Wassermenge in mehreren Armen über die Felsen rauscht. 

Am Wasserfall ist die Kugelmühle im Teufelsgraben. Einst wurden aus Steinen nicht nur Kugeln zum Beschuss gerollt, sondern auch zum Kinderspiel, als Murmeln. Die reaktivierte Kugelmühle stellt als Freilichtmuseum wieder Stein- und Marmorkugeln, die allein durch die Wasserkraft rund werden. 

Ebenfalls reaktiviert wurde die Röhrmoosmühle, die das Getreide der umliegenden Biobauern verarbeitet. Die Mühleneinrichtung verteilt sich über drei Geschosse mit fünf Mahlwerken. Eine Ausstellung: Vom Korn zum Brot, macht ihre Arbeit sichtbar. Die Mühle bietet Führungen und eine Brotzeitstube.

Wir entfernen uns vom Teufelsgraben und kommen über das Gelände eines Biohotels am Schießentobel, mit der Keltenschmiede. Nächstes Ziel ist das Brechlbad-Museum in Webersberg. Im Brechlbad wurde Flachs gedörrt, der dann mit Brecheln gebrochen wurde, um die Leinenfasern zu erhalten. Nebeneffekt der Dörrbauten: Schwitzhütten. Wenn die Hütte mal heiß war, konnte man dort prima saunieren. Holzverbrauch und Sittenbewegung ließen das bäuerliche Schwitzbad verschwinden. Ein weiterer Grund war, dass man vermehrt von Leinen- auf Baumwollkleidung umstieg.

Lichtung und Wald begleiten uns nach Staffl, einem Teil von Obertrum am See, hinunter, wohin wir einen Abstecher machen könnten. Ansonsten geht’s gleich am Strandcamping Oitner vorbei und am westlichen Ufer des Obertrumer Sees gen Norden. Neben der Obertrumer Landesstraße kommen wir mit Seeblick zur Rechten an der Schnellingerkapelle vorbei, über Seeleiten nach Matzing zurück. Über den Obertrumer See und den Mattsee schippert die „Seenland“.

Bildnachweis: Von Rupi1991 [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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