Düsseldorf-Holthausen

Südlich von Wersten liegt der Düsseldorfer Stadtteil Holthausen. Im Jahr 1900 siedelte sich Henkel (bekannte Marken: Persil, Pril, Sidolin, Schwarzkopf) in Holthausen an, was dem Ort Aufschwung und Bevölkerungszuwachs brachte. Ein Aushängeschild von Holthausen ist der westlich des Stadtzentrums angrenzende Park Elbroich in dessen Mitte sich das Schloss Elbroich findet und heute auch ein geriatrisches Zentrum.

Mit seinen nicht mal ganz 15ha Fäche zählt der Park Elbroich zu den kleineren Düsseldorfer Stadtparks. Er ist aber ein ganz großer, insbesondere wegen der sehr alten Bäume, die bereits ab dem 12. Jahrhundert hier Wurzeln schlugen, als am Ort noch eine Wasserburg stand. Im Park Elbroich stehen rund vierzig verschiedene Baumarten wie Rotbuchen, Kiefern, Pappeln und Linden, die sich auf vier Parzellen gruppieren. Drei Alleen führen durch den frei zugänglichen Park Elbroich.

Um 1600 entstand an Stelle einer mittelalterlichen Wasserburg das Schloss Elbroich. Mitte des 18. Jahrhunderts kamen An- und Umbauten hinzu und darauf bezieht sich auch die Zahl 1760 auf der Toreinfahrt. Aus der Zeit des wasserumwehrten Herrenhauses stammt der Turm von Schloss Elbroich. Das dreiflügelige Schloss aus Ziegelmauerwerk ist zweigeschossig und hat Sprossenfenster sowie kleine Gauben auf dem Dach. Es wurde sorgfältig renoviert und bietet Konferenz- und Büroräume.

Auch aus Ziegeln aber aus einer neuen Epoche stammt Haus Henkel in der Henkelstraße 67. Es wurde 1927 vom Henkel-Hausarchitekt Walter Fuhrmann erbaut. Der Henkel-Turm wurde zu einem Signet der „Chemie-Dynastie“. Das hohe Gebäude mit dem Turm und der Uhr ist sogar gewandert. Kaum vorstellbar, aber wahr. Es stand auf der GeSoLei-Ausstellung 1926 auf dem Messegelände. Bereits beim Bau des Hauses Henkel im Stahlskelett stand fest, dass es einmal auf das Firmengelände wandern würde. In den 1950er Jahren entstanden die Henkelsiedlungen I und II.

Auch eine Henkel-Spur findet sich in der katholischen Pfarrkirche St. Joseph, die 1905 erbaut wurde. Kirchenbaumeister Wilhelm Sültenfuß errichtete St. Joseph im neugotischen Stil aus Backsteinen und ohne Turm. Im Dachreiter sind die Kirchenglocken. Die Henkelspur ist am Altar zu sehen, dort wurden die Türme eingearbeitet.

Der östliche Nachbar von Holthausen ist der industriell geprägte Stadtteil Reisholz. Hier steht die moderne Thomaskirche. Sie war evangelisch und wurde 1958 fertig. Seit 2008 ist sie Alt-Katholisch.

Am Übergang von Holthausen nach Reisholz liegt der Sportpark Niederheid, die zweitgrößte Sportanlage in Düsseldorf (die größte ist der Arena-Sportpark im Stadtteil Stockum). An den Sportpark Niederheid grenzt östlich der Gutshof Niederheid an. Das verpachtete historische Gestüt bietet Reitunterricht und therapeutisches Reiten sowie einen Kinderbauernhof.