Bruderhöhle-Rundwanderung vom Kloster Hirsau und durchs Kollbachtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑455m  ↓455m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Aus der Tallage der Nagold in Hirsau werden wir uns bis auf 633m hinaufarbeiten und dabei an der Bruderhöhle vorbeikommen. Erst kommen wir in den Genuss der historischen Aureliuskirche aus dem 11. Jahrhundert, daneben ist das Klostermuseum.

Dann nehmen wir uns Zeit für eines der wichtigsten Klöster dieser Zeit, der Anlage St. Peter und Paul des Klosters Hirsau mit Wurzeln im 8. Jahrhundert. Es geht zum Geotop der Bruderhöhle, um das Klinikum Nordschwarzwald herum, ein Stück entlang des Kollbachs und von dort an den Schweinbach.

Der Luftkurort Hirsau, einst selbstständig, gehört heute zur Kreisstadt Calw, die südlich liegt. Start ist in Hirsau an der Bahn nahe der Calwer Straße. Unser erster Weg führt uns zur malerisch gelegenen Aureliuskirche nebst Klostermuseum. Beide bilden ein bauliches Ensemble. Die Aureliuskirche zeigt romanische Bausubstanz mit Säulen und Arkaden. Im Klostermuseum erfahren wir mehr zur über 1.000jährigen Geschichte, den Abt Wilhelm von Hirsau und die Reformen.

Jetzt geht es zum Kloster Hirsau, dem ging als erstes die Nazariuskapelle voraus. Das Benediktinerkloster St. Peter und Paul entstand ab 1082 und zwar auf der anderen Nagoldseite, vermutlich waren auch Überschwemmungen der Grund für die Standortverlegung. Eindrucksvoll zeigen sich die baulichen Reste mit gut erhaltenem Kreuzgang, der spätgotischen Marienkapelle (heute evangelische Kirche), das württembergische Jagdschloss entstand im ausgehenden 16. Jahrhundert und wir sehen erhaben einen Torturm – alles sehr beeindruckend!

Jetzt geht es hinauf zum Geotop Bruderhöhle am westlichen Hang des Nagoldtals. Die Bruderhöhle ist circa 12m, lang und 2-3m hoch. Den Namen bekam die begehbare Höhle vermutlich von einem Mönch, der dort im 15. Jahrhundert als Eremit lebte.

Wir biegen auf den Oberen Bruderbergweg ein und kommen weiter durch den Wald, südlich des Wegs ist das Areal des Klinikums Nordschwarzwald. Wir stoßen auf den Zeller-Kopf-Weg, in den wir links einbiegen, der nächste Weg, rechts abbiegend nennt sich Reichertsmahd-Planie.

An der Annahütte vorbei, es geht schon wieder talwärts, gelangen wir zum Kollbach, ins Kollbachtal. Naturpur. Südlich von uns liegt Oberkollbach und wir biegen in den Zainerweg ein, der auf den Markgrafenweg leitet.

Dann überqueren wir die Straße, die zum Klinikum führt und gehen den Weg Alte Badstraße, machen einen Abstecher über den Oberen Bruderbergweg und Waldeckweg, wobei wir dann auf die ausgebaute Alte Badstraße kommen sowie an die Wildbader Straße in Hirsau. Hier am Schweinbach ist das Hirsauer Wildgehege (Rotwild), quasi gegenüber der Klosteranlage. Zum Wanderrundenausklang machen wir einen Abstecher durch den Kurpark, von der Nagold flankiert, bevor wir zum Ausgangspunkt zurückkommen.

Der Klostergeschichte sind an der Umgehungsstraße drei Skulpturen von Peter Lenk gewidmet. Der Bildhauer mit Humor hat dort Abt Wilhelm (Klostergründer), Brandstifter General Melac (Klosterzerstörer) und einer Nackten auf dem Moped (Klosterignorantin) ausdrucksstarke Präsenz verliehen.

Bildnachweis: Von Danielt [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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