Vorweg: Diese Fernwanderung erfordert Geschick, Ausdauer, Orientierungssinn, Kompass und Karten (OL12/OL1). So lautet die Empfehlung, auch wenn man per GPS unterwegs ist. Absolute Trekking-Anfänger sollten sich einen Guide nehmen. Die rund 160km lange Wanderung von Ost nach West führt auch durch Moore, wo nicht immer GPS-Empfang garantiert ist. Es kann neblig sein und notwendig, Ersatzrouten zu finden. Auch kann es rutschig sein und die Wegemarkierung zieht sich nicht durch, besonders nicht auf den Hügeln.
Zwischen Abergavenny und Llangadog wandern sich die rund 99 Meilen in 6 bis 8 Etappen, je nachdem, wie viel man individuell schaffen kann und will. Der Beacons Way (Beacon steht für Leuchtfeuer) wurde 2005 entwickelt und 2016 überarbeitet. Man solle nur Karten ab 2016 benutzen. Unterwegs ist Leinenpflicht für Hunde, da Ponys und andere tierischen Landschaftsgärtner frei grasen.
Die Tour führt durch abgelegene Moore mit Steinplattenpfaden, Wälder und Heidelandschaften. Von den Hügeln ergeben sich fabelhafte Ausblicke auf die Landschaftsbilder von Südwales. Die höchste Erhebung im rund 1.3kkkm² großen Nationalpark ist der Pen y Fan mit 886m. Auf dem prominenten Hügel trainieren auch Spezialkräfte der Briten und es findet ein Lauf jährlich dort statt.
Vorab ist zu planen, wie viele Etappen es werden sollen und wo man am besten übernachten kann. Es finden sich Unterkünfte verschiedener Arten, vom Hotel im Castle über B & B bis hin zum Camping. In einem gewissen Rahmen darf auch wild in den höheren Lagen gecampt werden, wenn man kein Feuer macht und sich insgesamt sauber verhält. Des Weiteren könnte man sich auch vom Gepäck befreien lassen, durch die Nutzung von Taxis, die den Rucksack von A nach B fahren.
Die Gesamtstrecke verläuft ab Abergavenny am Afon Gaffeni nach Norden durch den Wald Pant-Skirrid-Wood zur Höhe Skirrid Fawer ins Dorf Llanvihangl Crucorney und zu Llanthony Priory mit Augustiner-Priorat-Ruine bei Llanthony im Tal des Honddu. Die Richtung wendet sich gen Südwesten über den Table Mountain und nach Crickhowell am River Usk. Nach Westen geht die Fernwanderung weiter über den River Usk bei Llangyndir und einen Abschnitt am Brecon Canal. Im Talybont Forest liegt die Talsperre Talybont Reservoir und ab dort führt die Wanderung über die zahlreichen grasbewachsenen Hügel und zum höchsten Punkt am Pen y Fan. Hier ist Bergfest!
Kurz später quert die A470 das Gelände und es geht in die besonders geschützte Zone: Craig Cerrig Glesiad and Fan Frynych National Nature Reserve mit seinen Gipfeln und der Klippe. Es finden sich seltene, teils alpine Pflanzen und Tierarten in diesem Schutzgebiet. Das nächste nochmals extra geschützte Gebiet ist Ogof Ffynnon Ddu Nature Reserve mit seinen Gipfeln und am Rande des Steinbruchs Penwyllt Stone Quarry. Die Ogof Ffynnon Ddu heißt übersetzt „Höhle der Schwarzen Quelle“ – das ist eine Tropfsteinhöhle von bis zu 50 km Länge. Ohne Guide darf man da nicht rein. Die nächste Sehenswürdigkeit ist der Craig-y-Nos-Country-Park und das Schloss Craig-y-Nos („Rock of the Night“) am River Tawe im oberen Swansea Valley. Es ist ein schottisches Landhaus im Baronial-Style, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Stil ist neugotisch und greift schottische Burgenformen auf, mit Zinnen und Treppentürmchen nach Art eines Herrenhauses aus dem 16./17. Jahrhundert.
Dann führt die Strecke durch die westlichen Black Mountains mit Höhenlagen bis 802m und dem Gewässer Flyn y Fan Fawr mit seiner Legende sowie dem angestauten Llyn y Fan Fach. Abwärts kommt man nach Llanddeusant. Der Weiler besteht hauptsächlich aus der Kirche St. Simon & St. Jude mit Wurzeln im 14. Jahrhundert.
Die Wanderung führt zum River Cennon und ins Carreg Cennon Woodlands Natur Reserve und zum Carreg Cennon Castle. Die Burgruine steht sehr malerisch erhöht auf einem Kalksteinfelsen. Sie stammt aus dem 12. Jahrhundert. Gen Norden wandernd kommt man durch Bethlehem und schließlich nach Llangadog.
Bildnachweis: Von Ken Day [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
Pen y Fan ist mit 886m der höchste Gipfel im Bannau-Brycheiniog-Nationalpark und sehr populär. Einige Wanderrouten in diesem Nationalpark, einem...
Diese wunderbar entspannte Runde durch die Heidelandschaft und in die Bergkette Brecon Beacons (Nationalpark), führt durch das Naturschutzgebiet:...
Der Nationalpark Brecon Beacons, der laut Beschluss ab 2023 mit seiner walisischen Bezeichnung in der Öffentlichkeit steht: Bannau-Brycheiniog-Nationalpark,...