Bartholomäberg-Rundwanderung über Rellseck (Montafon)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 10 Min.
Höhenmeter ca. ↑506m  ↓506m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Montafon ist ein von der Ill durchflossenes Tal, das sich über fast 40 Kilometer erstreckt. Im Montafon liegt die Gemeinde Bartholomäberg in Vorarlberg als Streusiedlung auf dem sogenannten „Sonnenbalkon des Montafons“: einem wenig bewaldeten Bergrücken, auf gut tausend Meter Höhe. Bartholomäberg ist die älteste Siedlung hier und mächtig stolz auf seine mehr als 4.000jährige Geschichte.

Start unserer Wandertour ist an der L94, der Straße Bartholomäberg, der Parkplatz bei der Kirche zwischen der Panoramastraße und der Bärgerstraße. Die barocke St. Bartholomäus Kirche mit der Zwiebel auf dem Turm ist bereits das erste fantastische Fotomotiv auf dem Sonnenbalkon. Sie erhebt sich auf einer flachen Geländestufe, von der aus man direkt auf die Gebirgsgruppen des Rätikons und des Silvrettas schaut. Die barocke Kirche, 1763 geweiht, ist von einem Friedhof umgeben. Im Inneren findet sich ein gotischer Flügelaltar und eine barocke Orgel, die als eine der klangschönsten Orgeln Österreichs gilt.

„A Stückli heile Welt“ verspricht das Montafon durch seine Maisäßlandschaft. Zwischen 1.200m und 1.600m war die Hanglage einst bewaldet und für Ackerbau nicht zu nutzen. Durch Rodung entstanden Freiflächen, Alp-Inseln. Ein Grund für die Dreistufenlandwirtschaft, wobei die Bauern mit dem Vieh in eben drei Stufen vorgehen. Aus der Tallage geht es im Frühjahr zum Maisäß, wo dann die Tiere grasen, wenn das erledigt ist, geht es im Sommer auf die Hochalpe und hernach wieder retour.

Nach 2km durch diese wundervolle Kulturlandschaft können wir das Bergwerk Bartholomäberg besuchen. Auf den Siedlungsplatz Worms führt auch der Geologische Lehrwanderweg hin. Rund 115m des St. Anna-Stollens wurden zugänglich gemacht und berichten über die Plackerei der Bergleute. 8°C hat es, eine Führung nimmt rund 30 Minuten in Anspruch. Die Spuren des Bergbaus reichen hier bis in die Steinzeit zurück. Silber, Eisen und Kupfer wurde aus der schmalen Grauwackezone geholt.

500m weiter des Wegs sind wir auf rund 1.440m am kleinen Fritzasee mit Blick zum Rätikon. Wir biegen nach links in den Toraseeweg und wandern mit Waldbegleitung zum Rellseck, das von Alpweiden umgeben ist und von einigen Ferienhäusern bestanden wird. Die Kapelle hl. Johannes am Bartholomäberg steht hier seit 1950. Für leibliches Wohl sorgt das Alpengasthaus Rellseck.

Rund 4,4km sind wir gewandert, genießen Aussichten und Bergfest auf etwas über 1.500m. Beim Talwandern kommen wir über den Fritzenbach, stoßen auf das Sträßchen Neyers-Legi, biegen in den Lindaweg nach links und kommen zur Kirche zurück.

Bildnachweis: Von Anton-kurt [Public domain] via Wikimedia Commons

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