Auf dem Schobersteig zur Ruine Wartenfels


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑605m  ↓605m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Runde mit zwei Schleifen hat es in sich und belohnt mit Aussicht im Gemeindegebiet von Thalgau und Fuschl am See. Wir wandern über den Frauenkopf (1.304m) mit dem Weg 10 und den alpinen Schobersteig hinauf auf den Schober (1.328m), von dort zur Burgruine Wartenfels.

Für den Schobersteig brauchts Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, da unter dem Gipfel Trittklammern und Drahtseilversicherungen den ausgesetzten Weg ausmachen und man im Felsen „hängt“. In Tallage sind wir ein Weilchen mit dem Eibenseeweg entlang dem Eibenseebach unterwegs.

Start ist am Eibenseebach, an der Straße Salzkammergut Radweg, zwischen Fuschl am See und Haslwald. Der Eibenseeweg führt in die Runde, die sich nach etwas über 500m öffnet. Wir halten uns links. Durch Wald steigen wir aufwärts. Nach etwa 2,1km gehen wir 400m Weg, den wir auf dem Rückweg erneut treffen. Wir halten uns rechts und biegen in die zweite Schleife.

Der Anstieg wird steiler, auch im Zickzack, hinauf auf den Frauenkopf (1.304m) und über dessen felsiges Terrain. Nach rund 4km sind wir oben. Die Aussicht ist fantastisch. Wir schauen auf den türkis schimmernden Fuschlsee vor dem Filbling und sehen den Ort Fuschl am See. Auch sieht man den Schober von hier aus näher rücken.

Der Schobersteig fordert unsere volle Aufmerksamkeit und Trittsicherheit. Unter dem Gipfel des Schobers umso mehr, denn jetzt heißt es, sich ins Gestein zu klammern und am Drahtseil festhalten. Die Aussicht vom Gipfelkreuz ist fantastisch: Im Osten ist hinter der Drachenwand der Mondsee und der Attersee. Etwas südlicher setzt der Schafberg sich ins rechte Licht. Im Südosten erhebt sich hinter dem Wolfgangsee der Hohe Dachstein. Im Südwesten sind Hoher Göll, Watzmann und Hochkalter einige von zahlreichen Alpengipfeln. Im Westen sehen wir den Geigelstein vor dem Übergang zum Alpenvorland. Etwas unterhalb vom Schobergipfel ist eine Schutzhütte und Brotzeit aus dem Rucksack.

Von oben haben wir das nächste Ziel schon gesehen, die Ruine Wartenfels, zu der wir jetzt per Schobersteig steil und alpin abwärts wandern. Aussichtsreich, über Stein und durch Wald, kommen wir zur Ruine Wartenfels auf einem Felsvorsprung. Die Burg von 1259 hat sich in Mauerresten erhalten und wurde wohl nicht historisch korrekt am weiteren Verfall gehindert. Die Aussicht ist auch von hier herrlich. Gen Norden schaut man in das Mondseeland mit Mondsee und der gleichnamigen Ortschaft, in der die große spätgotische Kirche des einstigen Benediktinerklosters auffällt.

Jetzt heißt der Weg 10 „Schoberrundweg“. Wir kommen zum Forsthaus Wartenfels, wo man nächtigen, essen und trinken kann, nahebei ist die Event-Lokation Ansitz Wartenfels, die man mieten kann. Rund 5,4km sind wir gewandert und auf einer Höhe von ca. 935m.

Durch den Wald geht es recht entspannt weiter talwärts, wir gehen auch das bereits bekannte Stückchen, halten und nun nach rund 6,4km links und wandern im waldigen Bogen leicht auf, dann per Serpentinen wieder ab und kommen auf den Eibenseeweg, in den wir rechts einbiegen, um zum Ausgangsort zurückzukommen.

Bildnachweis: Von Karl Svozil [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort