Rund um Greve in Chianti wurden bislang sechs Ringe, Mehrzahl auf Italienisch „anelli“ – zum Wandern angelegt. Einer davon ist der Anello di Ruffoli, der zur mittelalterlichen Siedlung Ruffoli führt sowie durch Santa Lucia a Barbiano. Anstieg bietet der Masso Tondo (746m). Die toskanische Runde wird abwechslungsreich: Geschichte, Wein- und Hügellandschaft, Waldwege und Aussichten gibt’s auch in den Hügeln des Chianti. Diese sanft gewellte Landschaft erstreckt sich zwischen Florenz und Siena.
Greve in Chianti liegt im Tal der Greve. Auch hier, im Herzen des Chianti, gibt es schon viel aus dem Mittelalter zu sehen. Im Hochmittelalter war Greve ein bedeutender Marktort an den Straßen Via Francigena und Via Volterrana. Wir starten außerhalb des historischen Zentrums um die dreieckige Piazza Matteotti mit den Laubengängen, dem Rathaus und der neoklassizistischen Kirche Santa Croce (1835). In Greve finden sich des Weiteren ein Museum für Sakralkunst und eines für Wein.
Wir beginnen an der Via Luca Cini, wandern ansteigend aus dem Ort raus und am Friedhof vorbei. Mit Ansteigen haben wir feine Blicke über die roten Dächer auf die hügelige Landschaft. Wein und Oliven begleiten weiter des Wegs mit vereinzelten Höfen und der Chiesa di San Leone a Melazzano. Etwas später öffnet sich die Runde und wir gehen rechts. Durch die abwechslungsreiche toskanische Landschaft erreichen wir Ruffoli. In dem Dörfchen mit den natursteinernen Häusern scheint ein bisschen auch die Zeit festgemauert. Sehr schön. So geht es weiter durch Santa Lucia a Barbiano.
Den höchsten Punkt mit Mischwald haben wir am Masso Tondo, wandern entlang dem Höhenzug mit der Via Melazzano in Richtung Montedomini und abwärts federnd, durch eine Landschaft mit Steinbruchhistorie, schließt sich die Runde. Von Greve di Chianti startet als weitere Wandermöglichkeit der Anello di Montefioralle.
Bildnachweis: Von Danny van Leeuwen [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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