Alpannonia 2-Burgen-Tour


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 44.61km
Gehzeit: 12:03h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Auf zwei Etappen ab Stadtschlaining nach Lockenhaus und zurück über Oberkohlstätten führt diese interessante Rundwanderung ins Alpannonia-Weitwandernetz im Burgenland und durch den Naturpark Geschriebenstein mit dem 884m hohen Geschriebenstein, auf dem ein Grenzturm steht. Die zwei Burgen sind die Burg Schlaining und die Burg Lockenhaus. Wir sind im Günser Gebirge oft durch Waldgebiete auf Naturpfaden unterwegs und haben etliche Panoramaaussichten. Die Runde unterhält Natur- und Kulturbegeisterte gleichermaßen.

Der Naturpark Geschriebenstein-Írottkő erstreckt sich 8.500ha in Österreich und 27.000ha in Ungarn. Mit dabei sind die höchsten Erhebungen des Burgenlandes. Wir kommen am ersten Tag über den Großen Hirschenstein (862m) zum Geschriebenstein. Start nah der Burg Schlaining (1271 Ersterwähnung) in Stadtschlaining, der „bunten Stadt des Friedens“. Die Friedensburg Schlaining thront auf der gut erhaltenen Stadtmauer und beheimatet das Europäische Museum für Frieden und ist Standort des Österreichischen Zentrums für Frieden und Konfliktlösung. Sie ist auf jeden Fall eine Erkundung wert und die Aussicht ist fantastisch.

Über den Tauchenbach und die L361 wandernd öffnet sich die Runde, die wir gegen den Uhrzeigersinn wandern und zunächst Schönau bei Schlaining streifen. Wir streifen auch die Höhe Kleine Plischa mit Steinbruch und wandern weiter durch den Mischwald zum Königsbrunnen an einer Lichtung mit kleinem Abstecher und der Sage vom Burgherren von Schlaining, der den König zur Jagd einlud. Hier am Königsbrunnen erfrischten sie sich bei einer Rast. Anschließend wandern wir weiter durch den erfrischenden Wald hinauf und erreichen nach ca. 11km den Großen Hirschenstein, zweithöchster Berg im Burgenland, auf dem ein hoher Sendemast platziert wurde und ein weniger hohes Kreuz. Der Bergname Hirschenstein geht auf die gleiche Sage zurück, denn der König soll hier einen Hirsch erlegt haben, der auf einem Stein starb.

Nun wandern wir in der Höhenlage zur Geschriebenstein-Passhöhe, über die die B85 führt. Auf der Passhöhe sehen wir ein Ehrenmal und eine Kapelle sowie ein MC-Clubhaus. Kurz drauf schwenken wir auf einen Abstecher ein, der uns zum Geschriebenstein hinaufführt – mit Gipfelplateau und Aussichtsturm an der Grenze zu Ungarn. Mit 884m ist er der höchste Berg des Burgenlands und Westungarns. Die Staatsgrenze verläuft durch den Turm aus dem Jahr 1913. Der Aussichtsturm mit Zinnen ist ein beliebter Spot mehrerer Weitwanderwege und man hat einen herrlichen Blick über die Regionen hüben wie drüben.

Nach der Rast wandern wir nach Lockenhaus hinab. Die Burg Lockenhaus ist der nächste Abstecher am Ende dieses Wandertages, oder am Anfang des nächsten, wenn man nicht hier Quartier gebucht hat. Um 1200 entstand die Burg Lockenhaus auf einem Felsriegel. Sie hat noch nicht alle Geheimnisse preisgegeben und es wird spekuliert, ob sie eine Templerordensburg war. Vorburg, Kernburg, Museum, Events, Ausblick – alles da! Unterhalb ist der Burgsee und dort fließt die Güns. In Lockenhaus sehen wir die Kirche hl. Nikolaus am Schloss Esterházy, das einst ein Augustiner-Eremiten-Kloster war. Am Rathaus mit Polizei ist ein Naturparkbüro.

Wir wandern am zweiten Tag durch die Kulturlandschaft mit weniger Aufstieg als gestern. Gen Westen verlassen wir Lockenhaus, queren den Gainaubach durch die Flur und wandern nach Langeck. Entlang von Waldrand und Burgenlandstraße kommen wir nach Weißenbachl. Gen Süden wird der Weg nach Oberkohlstätten eingeschlagen. Das gehört zur Gemeinde Unterkohlstätten und wir gehen etwas bergauf mit einigen Aussichten. In Oberkohlstätten sehen wir die Kirche hl. Leonhard (um 1800 umgebaut). Durch den Wald folgen wir einem Stationenweg und kommen zu einem Feuchtbiotop mit Wanderrast am Oberkohlstättner Bach.

Den queren wir durch die Waldnatur und kommen zum Kalkofen von Unterkohlstätten. Dem GPS folgend wandern wir nach Goberling und treffen dort auf das Bergbaumuseum Goberling, in dem ein Stück Stollen nachgebaut wurde. Die Region hat eine Bergbaugeschichte. Bereits im 15. Jahrhundert wurden hier Erze abgebaut. Eisen, Kupfer und Silber zunächst hauptsächlich. 1744 wurde ein Vorkommen von Antimon festgestellt und abgebaut. Es gilt als toxisch, wird aber in sehr vielen Bereichen verwendet, in Batterien, Textilien, Kunststoffen, Elektronik und in der Rüstungsindustrie. Wir folgen ein Stück der L361 und dem Glasbach, kommen durch die Liegenschaft Reitdorf Stadtschlaining und bald schließt sich die Runde.

Bildnachweis: Von C.Stadler/Bwag [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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Wanderziele am Weg
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StadtschlainingBurg SchlainingSchönau (Stadtschlaining)Großer HirschensteinGeschriebensteinNaturpark Geschriebenstein-ÍrottkőLockenhausBurg LockenhausMargarethenwarteOberkohlstätten (Unterkohlstätten)UnterkohlstättenGoberling (Stadtschlaining)Bergbaumuseum GoberlingLangeck im Burgenland (Lockenhaus)Günstal (Raab)Weißenbachl (Unterkohlstätten)
ivw
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