Du bist sportlich, agil, keine Strecke ist dir lang genug und trotzdem brauchst du Flüssigkeit, um zu existieren. Ein bisschen sind wir Menschen wie Autos, die ohne Benzin oder Strom keinen Meter mehr zurücklegen. Wenn du schon einmal in die Verlegenheit kamst, dass dir das Wasser beim Wandern ausgegangen ist, kennst du die schnellen körperlichen Folgen. Schon ein Verlust von zwei Prozent Flüssigkeit kann dich deutlich beeinflussen. Wir nennen dir fünf Hauptgründe, warum du hydriert sein musst.
Deine Beine tragen dich über Stock und Stein, bewältigen steile Aufstiege und sichern dir den festen Stand beim Abstieg. Damit deine Muskeln diese Arbeit ohne vorzeitige Ermüdung leisten können, benötigen die Zellen eine kontinuierliche Zufuhr von Wasser.
Wenn dem Gewebe Flüssigkeit fehlt, sinkt die Spannkraft und deine Muskeln neigen viel schneller zu schmerzhaften Krämpfen.
Eine ausreichende Hydration sorgt dafür, dass deine Muskulatur geschmeidig bleibt und sich auch während kurzer Pausen schnell regeneriert. Sobald du den Flüssigkeitshaushalt vernachlässigst, baut deine Kraft spürbar ab und vermeintlich leichte Passagen werden plötzlich zu einer schweren Qual. Nimm daher regelmäßig kleine Schlucke aus deiner Trinkflasche, noch bevor der große Durst einsetzt.
Wandern ist nicht nur eine körperliche Anstrengung, sondern erfordert auch deine volle mentale Aufmerksamkeit. Du musst den Weg lesen, auf lose Steine achten und im unwegsamen Gelände in Sekundenbruchteilen die richtige Entscheidung für den nächsten Schritt treffen.
Dein Gehirn besteht zu einem großen Teil aus Wasser und reagiert empfindlich auf jedes Defizit.
Schon ein leichter Flüssigkeitsmangel führt zu Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und einem Nachlassen deiner Konzentrationsfähigkeit. Wenn deine Aufmerksamkeit schwindet, steigt dein Risiko für Fehltritte, Stolperer oder ein Umknicken des Fußes auf der Wanderroute.
Bei langen Märschen und sportlichen Aufstiegen kommt dein Motor unweigerlich ins Schwitzen. Das Gehen mit Rucksack erzeugt innere Wärme, die dein Körper über die Haut wieder abgeben muss, um ein Überhitzen der Organe zu verhindern. Dieser körpereigene Kühlmechanismus funktioniert jedoch nur, wenn du deinem System genügend Baumaterial in Form von Wasser zur Verfügung stellst.
Dein Körper benötigt während der Tour Energie, die du ihm durch Riegel, Nüsse oder Brote zuführst. Damit diese Nährstoffe überhaupt aus dem Magen in deine Muskeln und Organe gelangen, braucht dein Organismus Blut, das dünnflüssig genug ist. Wasser dient hierbei als das primäre Transportmittel in deinen Adern.
Ohne genügend Flüssigkeit dickt dein Blut leicht ein und der Transport von Sauerstoff sowie wichtigen Energieträgern verlangsamt sich. Du fühlst dich schlapp und energielos, obwohl du eigentlich genug gegessen hast.
Eine gute Hydration hält deinen Blutkreislauf in Schwung und stellt sicher, dass die Energie genau dort ankommt, wo du sie gerade dringend benötigst.
Mit dem Schweiß verlierst du auf den Wanderwegen nicht nur reines Wasser, sondern reinigst deinen Körper und scheidest gleichzeitig wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium aus.
Diese Elektrolyte sind für die Steuerung deiner Nervenimpulse und den gesamten Wasserhaushalt in den Zellen verantwortlich.
Es reicht daher bei langen und anstrengenden Touren oft nicht aus, nur Leitungswasser zu trinken. Achte auf eine ausgewogene Hydration, indem du dein Wasser gelegentlich mit einer Prise Salz versetzt oder auf isotonische Zusätze setzt.