Wilder-Kaiser-Steig (Tirol)


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Länge: 42.69km
Gehzeit: 26:29h
Anspruch: schwer
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Ein alpines Wanderwochenende verspricht dieser Steig, den man mit Übernachtungen gemütlicher machen kann. Zwei Tage braucht man schon. Man kann aber auch aus den Talorten in den Weg einsteigen und Etappenhappen wandern. Der Wilde-Kaiser-Steig verläuft in Ost-West-Richtung, ist südlich im Naturschutzgebiet Kaisergebirge, startet in Kirchdorf beim Gut Kramerhof und wird in Kufstein an der Locherer Kapelle beendet. Der Weg ist durchgehend mit den Buchstaben WKS versehen, zumeist immer breit und an den notwendigen Stellen gut versichert.

Kleine Checkliste zur Planung: Hüttenverfügbarkeit prüfen, um den Gruttenkopf (1.582m) sind zwei Möglichkeiten, die Gaudeamushütte etwas weiter abseits, die Gruttenhütte direkt am Steig, die Hütten sind nach knapp 15km erreicht. Bei Hinterstein, nach rund 25km, sind der Berggasthof Bärnstatt (Scheffau am Wilden Kaiser) und das Hotel Seestüberl am Hintersteiner See.

Bei Gasteig, östlich von Kirchdorf in Tirol, liegt das Hotel Gut Kramerhof am Luigambach, in der Ferienregion St. Johann, eingebettet in die schöne Naturlandschaft der Kitzbüheler Alpen. Zunächst geht’s gen Süden durch Wiesen und Wald aufwärts zum Gmailköpfl (917m). Vor dessen Gipfel sehen wir eine Lourdes-Grotte und die Gmailkapelle, bei der wir gen Osten auf den Wilder-Kaiser-Steig einbiegen. Die spätbarocke Gmailkapelle wurde 1782 in eine Felsnische des Niederkaisers gebaut und duckt sich interessant in den Felsen.

Waldrand und Felsen begleiten alpin hinauf über den Schatterberg (1.274m) zum Ursulakreuz (1.196m) am Niederkaiserkamm. Will man sich noch einen Aufstieg gönnen, kann man nach dem Ursulakreuz einen Schwenk auf den Maiklsteig unternehmen, zum Ursulablick auf 1.245m. Von dort schaut man über den Talkessel mit Weilern und dem südlich gelegenen St. Johann und blickt auf das Kitzbüheler Horn.

Auf dem Wilden-Kaiser-Steig gelangen wir über den Gscheuerkopf (1.280m). Nächstes Gipfelziel ist der Gamskogel. Auf dem Weg durch Bergmischwald und Almwiesen kommen wir dem Gschenergraben nah zur urigen Kaiserniederalm. Stünden hinter der Alm noch Tannen, käme gleich Heidis Großvater aus dem Haus. Das idyllische Fleckchen liegt im Naturschutzgebiet Kaisergebirge, welches sich nördlich von unserem Weg ausdehnt und 102 Quadratkilometer misst.

Wir mäandern durch die Almwiesen zur Kaiserhochalm und gelangen zum Gamskogel (1.572m) und noch alpiner wird es, wenn wir durch das Östliche- und Westliche Hochgrubachkar wandern. Den höchsten Punkt der Runde bei über 1.730m haben wir nach etwa 11,3km auf dem Hechenfeld, wo wir von Almwiese umgeben sind.

Es geht in Richtung Baumgartenköpfl (1.572m), hier sind wir mit dem Wilden Kaiser auch auf dem Gildensteig. Es bleibt abwechslungsreich mit alpiner Flora und es wird gerölliger über das Feld am Wilden Schloss. Nun heißt der Weg auch Jubiläumssteig (Klettersteig) und der bringt uns zur Gruttenhütte auf 1.620m, wo man Quartier beziehen kann. Die Gruttenhütte steht imposant auf einem grasigen Absatz auf der Südseite des Wilden Kaisers mit Aussichtsmöglichkeit bis zum Großvenediger (3.567m), dem höchsten Gipfel der Venedigergruppe in den Hohen Tauern.

Der Weg Kaisern führt in etwa mit dem Verlauf der südlichen Grenze des Naturschutzgebiets Kaisergebirge bis zum Gamsbrünnl, dort biegen wir in den Gruttenweg, folgen weiter der NSG-Grenze mit dem Wilden-Kaiser-Steig zur Kaiser-Hochalm und in der Folge zur schön gelegenen und heimeligen Steiner Hochalm (Scheffau) auf 1.260m, die im Sommer Gastronomie bietet.

Es geht talwärts nach Bärnstatt mit Bärnstattkapelle zum Leidenden Heiland, einer Wallfahrtskapelle von 1765. Kurz darauf sind wir am Hintersteiner See (882m) und es ist merklich betriebsamer geworden, denn man kann hier von Scheffau aus mit dem Auto hinkommen. Der Gebirgssee entstand zur letzten Eiszeit. Unterirdische Quellen füllen ihn mit herrlich klarem Wasser und es gibt ein öffentlich zugängliches Strandbad.

Einmal geht’s noch aufwärts, dann nur nach hinab. Wir erleben durch die abwechslungsreiche Landschaft mit Wald und Wiesen die Hölzentalalm, kommen über den Reherbach zum Lechner Kalkofen in der Rechau. Dann kommen wir am Gaisbach zum Gaisgraben-Wasserfall. Vor Köllnberg genießt sich die Kölnberg-Aussicht. Wir folgen dem Sträßchen Egerbach nach Hattenhof und wandern dem Schlusspunkt der Strecke zu, der Locherer Kapelle von 1739, in der Gemeinde Schwoich, im Bezirk von Kufstein. Wir stehen im Wald und haben die Wahl: Bis ins südliche Egerbach an der Weißache ist es rund 1km. Bis in die Altstadt nach Kufstein am Inn gen Norden wären es um die 6km.

Bildnachweis: Von Bbb [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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