Von den Thermalbädern hinauf nach Montecatini Alto


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 6.44km
Gehzeit: 01:50h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Diese Rundwanderung zwischen Pistoia und Lucca in der Landschaft Valdinievole wird ein echtes Geschichtsabenteuer! Denn hier ist die Geschichte so lebendig, dass sie bröckelt. Schafft die Region Montecatini es, die Quellen und Schätze zu erhalten? Ein Schatz davon ist das feudale Gebäude und UNESCO-Welterbe der Terme Tettuccio. Wir schauen uns das an!

Vorweg: Zwischen Montecatini und dem Bergdorf Montecatini Alto verkehrt eine historische Standseilbahn. Die Funicolare di Montecatini Terme ist Italiens älteste noch betriebene Standseilbahn. Sie wurde 1898 eingeweiht und ihre roten Wagen sind absolut fotogen. Eine Zeitreise.

Wir starten an der Bahnstation in Montecatini Terme in der Provinz Pistoia und schlendern zur Piazza del Popolo. An der steht die Basilica di Santa Maria Assunta aus den 1950/60er Jahren. Der Platz ist ansonsten von älteren Gebäuden umstanden. Wir biegen in die Viale Giuseppe Verdi ein, treffen auf sein Konterfei und rechts auf einen Palazzo, nicht eben klein und mit einigen Geschäften darin. Etwas weiter sitzt lässig Giacomo Puccini auf einer Bank. Nur einen Katzensprung entfernt kommt das im Jugendstil erbaute Rathaus mit Säulenportikus und schmucken Fenstergewänden.

Alsdann kommen wir durch Linkseinbiegen in den Parco Termale, in dem mehrere Quellen zu finden, aber unter Umständen nicht alle in Betrieb sind. Die Parkanlage mit den historischen Gebäuden, die alle ihre Geschichte haben. Erste Nennungen der Thermalgeschichte gehen auf das Jahr 1201 zurück. Erste „moderne“ Kuranlagen entstanden ab dem 18. Jahrhundert, wie Leopoldine und Tettuccio. Terme Tettuccio (Öffnungszeiten/Eintritt) ist prägend für das UNESCO-Welterbe, mit Säulen, Mosaiken, Kuppel und der Granitquelle, um nur einiges zu nennen. Das Gesamtbild des Parks leidet hier und da an Vernachlässigung oder anders gesagt: erfreut sich des Charmes des Vergänglichen.

Mit der Via Amore und Via della Foresta kommen wir durch Wald und Oliven ins Bergdorf Montecatini Alto hinauf. Von hier hat man eine fabelhafte Aussicht. Das Stadtpanorama mit den Gassen und Anstiegen ist so, wie man es von einer Ansichtskarte aus der Toskana erwartet. Die Kirche San Pietro wurde bereits im 8. Jh. erwähnt und im 18. umgestaltet. Der sanierte Uhrenturm stammt aus dem 12./13. Jh. Nahebei ist die Chiesa dei Santi Jacopo e Filippo. Im Dorf findet sich zudem ein hübscher Platz zum Verweilen und sich Stärken. Wir treffen die Bergstation der Standseilbahn und wandern hinab nach Montecatini Terme.

Will man gesund baden gehen, wäre das ein Stück östlich möglich. Die Attraktion von Monsummano Terme ist das Grotta Giusti Spa mit bis zu 36°C heißem Quellwasser, verschiedenen Becken und einer Grotte. Und weiterer Ausflugstipp mit Tiefgang ist die Grotta Maona (Öffnungszeiten/Eintritt) nördlich von Montecatini Terme, mit Tropfsteinen und unterirdischen Seen.

Bildnachweis: Von Assianir [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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Art:
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