An der Nordküste Siziliens, nordwestlich von Messina, am Tyrrhenischen Meer liegt das kleine, ruhige Fischerdorf San Saba, wo unsere Rundwanderung startet. Das Dorf ist für den Sandstrand bekannt. Es wird bis auf rund 400m hinaufgehen nach Castanea delle Furie. Das ist ein malerisches Bergdorf auf den Sarrizzo-Bergen in den Monti Peloritani. Von der Höhe ergeben sich Blicke auf das Tyrrhenische und Ionische Meer.
Los geht’s nahe dem Strand und vor der Chiesa di San Saba aus den 1970er Jahren in einer schlichten und klaren Bauweise. Der heilige Saba, Schutzpatron des Dorfes, war im 6. Jahrhundert ein Abt. Die Kirche rechterhand gehen wir ein Stück entlang der Straße und biegen von der nach rechts in eine schmale Gasse ein. Der Weg führt uns an die SS113. Wir gehen rechts, queren sie und nach einigen Schritten biegen wir nach links ein und schon geht’s nochmal nach rechts durch die Vegetation. Wir wandern ansteigend dem GPS folgend durch das gemischte Grün mit Macchia und Kulturnatur.
Nach rund 3,6km sind wir am höchsten Punkt am Monte Pace und wandern leicht abwärts nach Castanea delle Furie. Castanea steht für die Kastanienbäume, die einst den Ort umgaben. Wir genießen die Ausblicke und wandern durch eine schmale Gasse, in der ist rechts die kleine Chiesa Pace di Santa Elisabetta in einem sehr alten Gemäuer aus dem 17. Jahrhundert. Die Wanderung führt in die Ortsmitte auf die Piazza Santissimo Rosario vor der gleichnamigen Kirche. Die Pfarrei wurde 1628 gegründet. Nach dem Erdbeben im Dezember 1908 war sie zerstört und auf den Resten wurde diese Kirche erbaut im romanisierenden Stil. Wir halten uns rechts und wandern in die Richtung der Chiesa San Giovanni Battista (um 1500, Wiederaufbau nach dem Erdbeben), die wir per kleinem Abstecher betrachten könnten, da sie linkerhand der engen Gasse liegt, durch die wir schlendern.
Wir kommen abwärts aus dem Ort hinaus und schlängeln durch die Kulturnatur, blicken auf terrassierte Hügel zum Beispiel, sehen Gärten und Macchia. Mit dem Bachbett Rodia, im Sommer ist das Bett eher gering gefüllt, wandern wir an die Küste und den Strand hinab. Hier sind wir am Rand des Ortes Rodia und biegen rechts ab, nach San Saba – mit einem kleinen Schlenker durch das Fischerdorf.
Bildnachweis: Von sicilian_dunes [CC BY 2.0] via Wikimedia Commons