Die wunderschöne toskanische Runde führt durch die abwechslungsreiche Kulturnatur der Toskana mit Landwirtschaft, Wäldern, Aussichten und Geschichte. Die Runde führt durch die Landschaft der senesischen Gebirgskette Montagnola Senese, nordwestlich von Siena. Die höchste Erhebung ist der Monte Maggio mit 656m südlich unseres Wanderwegs, auf dem wir auf rund 530m kommen werden.
Mit Geschichte geht’s schon los beim 1000-jährigen Zisterzienserkloster beim Dorf Badia a Isola, einem Ortsteil von Monteriggioni. Auf diese Festungsstadt werden wir Aussicht haben. Das Kloster Santi Salvatore e Cirino wurde 1001 gegründet. Im 12. Jahrhundert wurde die Kirche konsekriert und im 14. wurde der Mauerring gebaut. In das Kloster, das wir uns am Ende der Runde genauer anschauen wollen, sind ein archäologisches Museum, ein Hotel und ein Restaurant eingezogen.
Vor dem einstigen Kloster gehen wir rechts nach Süden aus dem Ort hinaus, die Strada del Giubuleo zum Oratorio della Madonna delle Nevi. Die kleine achteckige Kapelle ist profaniert. Durch die Kulturlandschaft mit Feldern, Weinbau und Oliven wandern wir ansteigend in den Wald, streifen hin und wieder Höfe und Feriendomizile. Beim Bauernhaus Casa Giubileo an der Strada di Certino hatten sich 1944 Partisanen versammelt, denen dann in einer Schießerei mit deutschen Truppen die Munition ausging, gefangengenommen und hingerichtet wurden.
Friedlich gelangen wir über den höchsten Punkt nach etwa 6,8km und wandern mit Wald, Flur und vereinzelt Bebauung absteigend. Dabei eröffnen sich einige Blicke auf die einstige Garnisonsstadt Monteriggioni. Die Festung hat eine imposante Ausstrahlung und wurde seitens der Republik Siena zwischen 1213 und 1219 errichtet. Sie war ein defensiver Stützpunkt zur Beobachtung der Grenze zur Republik Florenz. Die Anlage erhebt sich auf dem Monte Ala und ist auf jeden Fall einen Ausflug wert und fand in einigen Filmen und Videospielen bereits ihren Auftritt, zum Beispiel 2019 in „Der Fall Collini“.
Durch die Feldflur im Tal erreichen wir schließlich den Ort und können uns dann dem einstigen Kloster und dem Museum sowie der weiteren Geschichte widmen. Oder, je nach Öffnungszeit, erst die Osteria.
Bildnachweis: Von Diego Baglieri [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons