Wer mit dem Auto durch Österreich reist – ob auf dem Weg nach Italien, Kroatien oder lediglich im Transit – muss die geltenden Mautvorschriften beachten. Auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich besteht Vignettenpflicht für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Wer ohne gültige Vignette unterwegs ist, riskiert empfindliche Geldstrafen.
Wer mit dem Auto durch Österreich reist – ob auf dem Weg nach Italien, Kroatien oder lediglich im Transit – muss die geltenden Mautvorschriften beachten. Auf Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich besteht Vignettenpflicht für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Wer ohne gültige Vignette unterwegs ist, riskiert empfindliche Geldstrafen.
Für Organisation, Betrieb und Kontrolle des Mautsystems ist die staatliche Gesellschaft ASFINAG verantwortlich. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Regeln und Preisen für das Jahr 2026.
Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse (tzGm) bis 3,5 t unterliegen der Vignettenpflicht. Dazu zählen:
Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fallen unter das GO-Maut-System (streckenabhängige Lkw-Maut).
Grundsätzlich sind fast alle Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich vignettenpflichtig. Es gibt jedoch einige kurze Ausnahmen in Grenznähe:
Sobald diese Abschnitte verlassen werden, ist eine gültige Vignette erforderlich.
Neben der Vignette gibt es in Österreich mehrere Sondermautstrecken, vor allem im alpinen Raum. Hier ist eine separate Gebühr zu entrichten. Dazu gehören:
Die Bezahlung ist online im Voraus oder direkt an der Mautstelle möglich.
Wichtig: Einige grün markierte Fahrspuren an den Mautstellen verfügen über keine Schranken. Sie sind für Fahrer vorgesehen, die ihr Ticket bereits online erworben haben. Die Nutzung ohne gültige Buchung führt zu einer Strafe.
Im Jahr 2026 sind sowohl digitale Vignetten (E-Vignetten) als auch klassische Klebevignetten erhältlich. 2026 ist jedoch das letzte Jahr, in dem die Klebevignette gültig ist – ab 2027 wird ausschließlich die digitale Variante angeboten.
Verfügbare Gültigkeitszeiträume:
Die Jahresvignette 2026 ist vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. Januar 2027 gültig (insgesamt 14 Monate).
Die Preise gelten seit 1. Dezember 2025:
Wer ohne gültige Vignette oder ohne Streckenmaut unterwegs ist, muss mit einer Ersatzmaut rechnen:
Wird die Ersatzmaut nicht bezahlt, kann ein Verwaltungsverfahren eingeleitet werden, bei dem die Strafe deutlich höher ausfallen kann. Die Kontrolle erfolgt automatisiert über Kennzeichenerkennungssysteme sowie durch mobile Kontrollen der ASFINAG und Polizei.
Die Vignette ist erhältlich:
1-Tages- und 10-Tages-Vignetten sind sofort nach dem Kauf gültig und können zusammen mit anderen Vignetten bequem über den Service Autopay erworben werden.
Bei 2-Monats- und Jahresvignetten, die online von Privatpersonen gekauft werden, gilt eine 18-tägige Wartefrist (aufgrund des gesetzlichen Rücktrittsrechts). Wer eine sofort gültige Vignette benötigt, sollte die jeweiligen Bedingungen vor dem Kauf prüfen.
Die klassische Klebevignette kann weder korrigiert noch erneut verwendet werden.
Bei der digitalen Vignette gilt:
Ist die digitale Vignette teurer als die Klebevignette?
Nein, die Preise sind identisch.
Wie werden Vignetten kontrolliert?
Automatisch durch Kamerasysteme mit Kennzeichenerkennung sowie durch mobile Kontrollen.
Wie viel kostet die Brenner-Maut (A13)?
12 € pro Fahrt. Zusätzlich ist eine Jahreskarte erhältlich.
Kann die Vignette auf ein anderes Fahrzeug übertragen werden?
Nur unter bestimmten Voraussetzungen und gemäß den Vorgaben der ASFINAG.
Das österreichische Vignettensystem ist klar strukturiert, erfordert jedoch eine rechtzeitige Vorbereitung. Achten Sie darauf, dass:
So vermeiden Sie unnötige Kosten und können Ihre Fahrt durch Österreich entspannt antreten.
Bildnachweis: Von Freysteinn G. Jonsson [Lizenz] via Unsplash