Einmal durch die Toskana wandernd, 8 Tage mal was ganz anderes erleben, vom 1.738m hohen Monte Amiata bis zum Porto Ercole am Tyrrhenischen Meer davon. Dabei werden Mischwälder. Macchia, Oliven, Wein, Landwirtschaft, Naturschutzgebiete und malerische Orte, abseits vom Massentourismus in der südlichen Toskana durchwandert.
Das will gut geplant sein, nach Kondition und Vorlieben. Möglichkeiten, unterwegs per öffentlichen Verkehrsmitteln abzukürzen, gibt es wenige. Zur besseren Planung sind hier vorab einige Orte an der Strecke genannt: Santa Fiora nach 18km, Selvena nach ca. 33km, Höfe mit Pensionszimmern muss man in der Nähe suchen, Montebuono nach rund 47km – auch hier: Agriturismo-Unterkünfte suchen, San Martino Sul Fiora nach ca. 61km, Poggio Murella nach 65km, Thermalbad und Saturnia nach etwa 71km, Montemerano nach ca. 81km an der SP159, an der sind auch Poderi und Manciano nach rund 86km.
Nach rund 108km ist man in Capalbio und nach ca. 126km am Meer in Ansedonia in der Küstenlandschaft der Maremma. Der letzte Hopser geht durch das Riserva naturale della Feniglia, eine bewaldete Verbindung zur Halbinsel Monte Argentario mit Zielort Porto Ercole.
Den Startort Monte Amiata erreicht man beispielsweise von Abbadia San Salvatore aus. Die erste Etappe bis Santa Fiora verläuft durch den Mischwald und hier ist es noch schön schattig. Santa Fiora mit einigen Wasserquellen begeistert durch seine Lage auf einem Trachytfelsen und sein mittelalterliches Flair mit der Burg und seinem Minen-Museum sowie der vor über 1.000 Jahren erbauten Kirche.
Abwechslungsreich durch Kulturnatur und Mischwald gelangt man durch Selvena mit seiner Burg Rocco Silvana, die bereits im 9. Jahrhundert genannt wurde. Von dort wird das Riserva naturale Monte Penne durchquert. Von dort werden allmählich die Landschaften mit Wiesen und Obstbau raumgreifender. San Martino Sul Fiora ist ein ruhiges toskanisches Dorf mit Ausblicken über die Kulturnatur und Haine.
Ein Ort zum Verweilen ist Saturnia mit den Terme di Saturnia im Albegnatal. Die Legende besagt, es sei Saturn höchstpersönlich gewesen, der die Stadt gegründet habe. Es waren aber wohl eher die Etrusker. Teile der Stadtmauern stammen aus vorchristlicher Zeit der Römer. Hier gibt es viel zu sehen und zu erleben.
Auch Manciano zeigt sich sehr historisch mit der Burg, in der heute das Rathaus ist. Die Befestigung der Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert genannt und die Burg stammt aus dem 13. Von hier hat man auch eine herrliche Aussicht in die Umgebung. Ganz bezaubernd ist auch Capalbio mit historischem Ortskern und begehbarem Mauerring. Die Kirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück.
Das I-Tüpfelchen der Strecke zwischen Bergen und Meer bildet dann die Schlussetappe mit Ansedonia, an einer Landzunge in der mediterranen Macchia mit langen Stränden. Der Ort entstand auf einer historischen römischen Stätte. Die Passage über die Düne im Riserva naturale delle Feniglia mit Pinienwald ist eine weitere Freude mit Meerblick auf dem Weg zum Ziel. Porto Ercole krönt den Abschluss als Hafenstädtchen mit Altstadt und Festung.
Bildnachweis: Von trolvag [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons