Urlaub mit Kindern: So gelingt die Entspannung für Groß und Klein

Manche Eltern scheuen den Urlaub spätestens dann, wenn der Nachwuchs mit dem Laufen beginnt und der gemeinsame Familienurlaub eher zum sportlichen Event für die Eltern wird, denn schließlich müssen sie Junior permanent hinterherrennen. Andere Eltern wiederum glauben beim Essengehen die Probe aufs Exempel machen zu können, frei nach dem Motto: Wenn es im Restaurant klappt, können wir uns auch in den Urlaub wagen. Wie der Urlaub wirklich zur Entspannung für Eltern und Kindern wird, soll dieser Beitrag zeigen.

Kindgerechte Urlaubsvorbereitung

Die Urlaubsvorbereitung bedeutet für Kinder zunächst einmal Stress, denn auch wenn die Eltern versuchen, alle Vorbereitungen zu erledigen, ohne dass die Kinder etwas mitbekommen, resultiert aus der „Geheimnistuerei“ zunächst einmal Angst:

  • Warum stehen Koffer hinter der Kellertür?
  • Warum muss die Garage (in der bereits Bobbycar, Bollerwagen und Strandmuschel bereitliegen) geschlossen bleiben?
  • Warum fragt Mama nach meinem Lieblingsspielzeug?

All diese Fragen können Kinder verunsichern, daher gilt: Eltern tun gut daran, ihr Kind in die Urlaubsvorbereitung miteinzubeziehen. Sie sollten ihrem Kind altersgerecht erklären, was Familienurlaub bedeutet. Bilderbücher können dabei helfen, sich auf die Zeit am Strand oder auf dem Bauernhof vorzubereiten – und geben dem Kind die Sicherheit, dass es nicht „vergessen“ wird, sondern ein Teil des Urlaubs sein soll.

Familienurlaub ja – aber wo und wie?

Ein Patentrezept für einen gelungenen Familienurlaub gibt es nicht. Grundsätzlich sollten sich Eltern von der Ordnung und der Struktur, die zuhause herrscht, verabschieden, sonst herrscht nur Unzufriedenheit, wenn das Kind nicht so regelmäßig isst wie zuhause oder nicht alleine schlafen möchte. Wer Verständnis dafür aufbringt, dass Urlaub für ein Kind eine komplett neue Situation bedeutet, verhilft der ganzen Familie zu einem stressfreien Urlaub.

Daneben steht oft die Frage im Raum, welche Form von Urlaub besonders familienfreundlich ist. Dies hängt hauptsächlich von der Anlage ab und es gibt dabei einige grundsätzliche Vor- und Nachteile, die bedacht werden sollten.

Urlaub im kinderfreundlichen Wellnesshotel

Vorteil: Wer einen Urlaub im Hotel plant, der setzt auf Entspannung für alle, denn auch das Elternteil, das zuhause für die Verpflegung zuständig ist, darf sich hier bedienen lassen. Oft bieten solche Hotels Kinderbetreuung an, solange die Eltern sich beispielsweise bei einer Massage verwöhnen lassen.

Nachteil: Gibt es streng geregelte Essenszeiten, kann das insbesondere dann schwierig werden, wenn Kinder keinen regelmäßigen Schlafrhythmus mehr haben. Auch kann ein Hotel, das nicht für Familien ausgewiesen ist, schnell zum Spießrutenlauf mit den ruheliebenden Gästen werden

Urlaub in einer Ferienwohnung

Vorteil: Platz satt! Das ist in der Regel der größte Vorteil für Familien, die eine Ferienwohnung gebucht haben. Auch wenn es einen Unterschied zum Zuhause gibt, so ist es für das Kind doch angenehm, einen Rückzugsort mit den Eltern zu haben.

Nachteil: Wer in einer Ferienwohnung Urlaub macht, ist Selbstversorger. Das heißt: Einkaufen, das Essen zubereiten und Abwaschen muss wie Zuhause in den Alltag integriert werden

Urlaub auf dem Campingplatz

Vorteil: Kinder lieben das Abenteuerfeeling, das bei einem Urlaub auf dem Campingplatz herrscht.

Nachteil: Ein Urlaub auf dem Campingplatz bedeutet, viel Zeit in die Vorbereitung zu stecken, denn anders als bei der Ferienwohnung ist nicht einmal die Schlafstätte vorbereitet.

Die Anreise entspannt erleben

Die Fachzeitschrift „Eltern“ hat hier einen großen Informationspool für eine stressfreie Anreise zum Urlaubsort zusammengestellt. Dort kann (in Abhängigkeit des Reisemittels) nachgeschlagen werden, wie die Anreise kindgerecht gestaltet werden kann. Diese Top-3-Tipps helfen dabei:

Eltern müssen sich für die Dauer der Reise sinnvolle Spiele ausdenken. Fingerspiele beispielsweise eignen sich gut, um den Kindern eine kurzweilige Anreise zu ermöglichen.

Auch Singspiele können das Kind unterhalten. Anstatt dabei herum zu hüpfen, wird eben geklatscht, geschnippt oder mit der Zunge geschnalzt.

Für etwas ältere Kinder hingegen sind Hörspiele eine Möglichkeit, den Nachwuchs entspannt zu unterhalten.