Dieses besondere Naturschutzgebiet erfreut sich am Nordhang des Gipfels Pietraporciana (847m) eines urwüchsigen Buchenwaldes, wie es ihn vor sehr langer Zeit überwiegend gab. Wir wandern ab dem Parkplatz nahe dem Hotel und der Villa La Foce (Chianciano) an der SP40 auf die Höhe und genießen eine schattige und teils aussichtsreiche Tour nordwestlich von Sarteano und südwestlich des Stadtkerns von Chianciano Terme in der Provinz Siena.
Wir nehmen uns genügend Essen und Trinken mit und werden zu Beginn vorwiegend bergauf wandern. Es geht direkt in den Mischwald und wenn sich die Runde öffnet, halten wir uns geradeaus. Das Riserva naturale Pietraporciana liegt um den gleichnamigen Gipfel, den Nordhang und einen Teil der Südseite der Höhe. Es ist zudem auf dem Grat, der das Val d'Orcia und Valdichiana zwischen Chianciano Terme und Sarteano trennt. Der erfrischende Mischwald mit einem besonderen Anteil der Buchen am Nordhang wächst auf Kalksteinfelsen. Etliche dieser Bäume sind Jahrhunderte alt. Zur Buche gesellen sich weitere Arten und Unterarten, wie Weiß- und Schwarzbuche, Berg- und Opalahorn oder aus der Gattung der Mehlbeere der Arlesbaum oder die Zerreiche. Wo sich unter den Blätterdächern Sträucher ihren Standort sichern konnten, findet sich die Tollkirsche (giftige Beeren) oder auch das Pfaffenhütchen oder die seltene Türkenbund-Lilie.
Unterdessen kommen wir über eine Lichtung am Poggio Rullo (319m) mit Wanderrast am Rand. Es ergeben sich Möglichkeiten für Aussichten in die Landschaft. Kurz darauf sehen wir einen eingezäunten Weiher – einen Feuerlöschteich. Wir streifen eine sehr idyllisch gelegene Unterkunft und erreichen als Nächstes, nicht minder idyllisch, das Rifugio Pietraporciana mit kleiner Bühne. Zum Poggio Pietraporciana lässt sich kurz drauf nach links ein Abstecher machen.
Unsere Route führt uns zur Rast Le Crocette, schon außerhalb des Naturschutzgebiets. Dort wandern wir einen Bogen, treffen Bachläufe und auf kleine ländliche Anwesen (Podere) wie Bossolino, Vallebuia und La Selva. Nach rund 10km sind wir am Torrente Astrone, biegen gen Westen und streifen einen kleinen Stauweiher des Astrone und nach rund 12,5km treffen wir die SP40. Jetzt wissen wir: Es sind noch ca. 4km bis zum Ausgangsort.
Bildnachweis: Von Francesco Civitelli [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons