Das Horsö-Värsnäs Naturreservat liegt am Kalmarsund, gegenüber der schwedischen Insel Öland, und nördlich des Stadtkerns von Kalmar in der gleichnamigen schwedischen Kommune in der Region Småland. Hier wandern wir in zwei Schlaufen durch die Naturlandschaft von Horsö im Norden und Värsnäs im Süden. Start ist an der Värsnäsvägen, in die wir von der Norra Vägen nahe der Abfahrt der E22 Kalmar Norra eingebogen sind.
Das Naturreservat Horsö-Värsnäs wurde 1974 ausgewiesen und umfasst rund 470ha. Es ist Teil des Natura-2000-Projekts und auch die Wasserflächen ringsherum gehören zum Schutzgebiet. Im 20. Jahrhundert war die Halbinsel Värsnäs noch überwiegend ein offenes Weideland mit alten Eichen. Mittlerweile ist ein großer Teil der Flächen zugewachsen und besteht aus Nadelwald, der mit Laubbäumen gemischt ist. Im Erholungsgebiet finden sich zudem eine Fitnessstrecke und der rund 120km lange Küstenwanderweg Kalmarsundsleden führt hier durch. Es finden sich zudem im Gesamtgebiet Schutzhütten und Grillplätze.
Auf Horsö war früher ein Bauernhof mit Ackerflächen und Wiesen. Värsnäs diente als Weidefläche für das Vieh. Wo einst die Wiesen zur Heugewinnung gemäht wurden, hat sich ein besonderer pflanzlicher Artenreichtum entfaltet. Zudem haben sich rund 50 alte Eichen erhalten, die bereits 1937 als Naturdenkmäler eingetragen wurden. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für Moose und Flechten sowie für Insekten, Vögel und sogar Fledermäuse. Ein ganz besonderer Käfer unter den Insekten ist dort der Eremit (Juchtenkäfer), der in vielen Ländern aufgrund seiner Gefährdung unter Schutz steht.
Die erste Schlaufe mit Horsö umfasst etwa 3,3km und die zweite wird uns für 2,7km beschäftigen. In der ersten Schlaufe wandern wir auch durch Feuchtzonen auf einem Steg und zu einer kleinen Bucht mit Strandwiesen. In der zweiten Schlaufe wandern wir den Weg Värsnäslingan und lassen uns einfach so treiben, dabei streifen wir den Standort des Värsnäsgården.
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