Südafrika zu Fuß entdecken: So plane ich eine Reise zwischen Bergen, Küste und Wildnis


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Südafrika stand für mich lange vor allem für Safaris, Kapstadt und endlose Küstenstraßen. Je genauer ich mich mit dem Land beschäftigt habe, desto deutlicher wurde aber, wie spannend es für Wanderer ist. Zwischen den Drakensbergen, der felsigen Kapregion, grünen Küstenwäldern und weiten Naturreservaten liegen Touren, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Genau diese Mischung würde für mich den Reiz einer ersten Reise ausmachen.

Bei einer solchen Fernreise versuche ich, die organisatorischen Punkte möglichst früh zu erledigen. Flug, erste Unterkunft und grobe Route stehen zuerst fest, während einzelne Wanderungen noch flexibel bleiben dürfen. Auch bei den Einreiseformalitäten möchte ich nicht erst kurz vor dem Abflug anfangen, Passdaten oder Fluginformationen zusammenzusuchen. Dafür lege ich mir alle relevanten Unterlagen in einem digitalen Reiseordner ab.

Wenn die Reisedaten feststehen, würde ich mich deshalb rechtzeitig mit dem einreise Südafrika online formular beschäftigen. Welche Unterlagen und Angaben für die eigene Reise benötigt werden, sollte man immer anhand der persönlichen Situation und des aktuellen Reisezeitpunkts prüfen. Ich speichere wichtige Bestätigungen zusätzlich offline auf dem Smartphone, damit ich auch ohne stabile Internetverbindung darauf zugreifen kann.

Südafrika ist kein Ziel für eine einzige Wanderregion

Wer zum ersten Mal nach Südafrika reist, unterschätzt leicht die Entfernungen. Ich würde deshalb nicht versuchen, in zwei Wochen jeden bekannten Ort zwischen Johannesburg und Kapstadt mitzunehmen. Für mich funktioniert eine Reise besser, wenn einige wenige Regionen genügend Zeit bekommen.

Dass Afrika weit mehr Wanderziele bietet als die klassischen Safarigebiete, zeigt auch der GPS Wanderatlas in seinem Überblick zu den schönsten Wandertouren in Afrika. Dort taucht unter anderem der Sentinel Peak in den südafrikanischen Drakensbergen auf.

Für eine erste Tour würde ich Kapstadt, einen Abschnitt der Garden Route und die Drakensberge kombinieren. Das bedeutet zwar einige längere Transfers, liefert dafür aber drei völlig unterschiedliche Wandererlebnisse.

Kapstadt: Berge direkt vor der Stadt

Kaum eine Großstadt verbindet für mich Stadtleben und Natur so unmittelbar wie Kapstadt. Man kann morgens einen Kaffee trinken und wenige Stunden später auf einem Berg stehen. Genau deshalb würde ich hier nicht nur einen kurzen Zwischenstopp einplanen.

Neben dem berühmten Tafelberg reizt mich besonders Lion's Head. Entscheidend ist für mich dabei weniger, möglichst viele Gipfel abzuhaken, sondern Wetter und Tagesform ernst zu nehmen. Wind, Hitze und starke Sonne können aus einer vermeintlich unkomplizierten Wanderung schnell eine deutlich anspruchsvollere Tour machen.

Einen guten Überblick über Reisezeiten, Klima und verschiedene Regionen bietet der Südafrika-Reiseführer von AFAR. Gerade weil sich die Bedingungen zwischen Kapstadt, Johannesburg und Durban stark unterscheiden können, würde ich meine Ausrüstung nicht allein nach dem Wetter am Ankunftsort auswählen.

Die Drakensberge würde ich nicht überstürzen

Wenn ich nur eine Bergregion auswählen dürfte, wären die Drakensberge ganz oben auf meiner Liste. Das Gebirge wirkt mit seinen steilen Felswänden, grünen Tälern und Hochplateaus stellenweise deutlich wilder, als man es von vielen europäischen Wanderregionen gewohnt ist.

National Geographic beschreibt das Wandern in den Drakensbergen anhand von Touren rund um das Amphitheatre und Cathedral Peak. Besonders spannend finde ich, dass dort Landschaft, Tierwelt und jahrhundertealte Felskunst auf engem Raum zusammentreffen.

Ich würde für diese Region mehrere Tage reservieren. So muss nicht jede geplante Tour unabhängig vom Wetter stattfinden. Ein freier Puffertag ist bei einer Wanderreise für mich keine verlorene Zeit, sondern Teil einer vernünftigen Planung.

Wasser und Sonnenschutz gehören immer in den Rucksack

In Südafrika würde ich bei Tageswanderungen lieber etwas zu viel Wasser mitnehmen als zu wenig. Dazu gehören Sonnenschutz, Kopfbedeckung, eine kleine Notfallausrüstung und eine offline verfügbare Karte.

Vor längeren oder abgelegenen Touren würde ich außerdem vor Ort nach den aktuellen Wegbedingungen fragen. Landschaften verändern sich, Wege können beschädigt sein, und eine Beschreibung aus dem Internet ersetzt keine aktuelle Einschätzung vor Ort.

Die Garden Route bringt Wald und Küste zusammen

Nach mehreren Tagen im Gebirge würde ich bewusst einen landschaftlichen Kontrast suchen. Die Garden Route bietet dafür eine Mischung aus Küste, Wald, kleinen Orten und Wanderwegen.

AFAR beschreibt in seinem Beitrag über einen Roadtrip entlang der Garden Route unter anderem Wanderungen rund um Storms River und Tsitsikamma. Genau diese Kombination gefällt mir: morgens durch dichten Wald laufen und wenige Stunden später am Meer stehen.

Ich würde auch hier nicht jeden Tag die Unterkunft wechseln. Zwei oder drei Nächte an einem Ort geben mir die Möglichkeit, Wanderungen nach Wetter und Energie auszuwählen, statt jeden Morgen weiterfahren zu müssen.

Nicht nur die bekannten Namen einplanen

Südafrika besteht für Wanderer nicht nur aus Tafelberg und Drakensbergen. National Geographic nennt in einer Auswahl von weniger bekannten Natur- und Reiseerlebnissen in Südafrika unter anderem weitere Berg-, Küsten- und Naturregionen, die sich gut mit klassischen Reisezielen verbinden lassen.

Gerade deshalb würde ich meine Route nicht vollständig vor der Abreise festschreiben. Ein Gespräch mit Gastgebern oder anderen Wanderern kann vor Ort schnell dazu führen, dass ein unbekannter Weg plötzlich interessanter erscheint als ein lange geplanter Tagesausflug.

Mein Fazit: Vorbereitung schafft Freiheit

Für mich wäre die ideale Südafrika-Reise gut vorbereitet, aber nicht minutiös durchgetaktet. Einreiseformalitäten und wichtige Transfers erledige ich vorab, bei den Wanderungen lasse ich bewusst Luft.

So kann ich einen Tag länger in den Drakensbergen bleiben, eine Tour wegen schlechten Wetters verschieben oder spontan an der Küste stoppen. Gerade in einem Land mit so vielen unterschiedlichen Landschaften ist diese Freiheit für mich wertvoller als eine möglichst lange Liste abgehakter Sehenswürdigkeiten.

Bildnachweis: Von Lina Loos [Lizenz] via Unsplash


Dieser Artikel ist im Ressort Wanderziele erschienen.
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