Unsere hübsche Wanderrunde verläuft durch die flachen Uferbereiche mit Wiesen und Wasserblick in der Gemeinde Drechterland in Nordholland. Rund ¼ des Gemeindegebiets ist Wasser. Am Markermeer verbringen wir an der Küste gut 4km am Zuiderdijk. Orte des Wegs sind Oosterleek und Wijdenes der Gemeinde Drechterland.
Los geht’s beim Vluchthaven Wijdenes, der gleich zu Beginn schon zum Genießen einlädt, mit Blick über das Markermeer und dabei gemütlich in der Sonne sitzen. Ein ruhiges Fleckchen. Wir wandern gegen den Uhrzeigersinn.
Das Markermeer ist ein See von etwa 700km² mit einer Tiefe von bis zu 4m. Im Markermeer liegt die Insel Marken. Die See entstand künstlich und eigentlich sollte dieser ganze Bereich eingepoldert werden. Man wollte Land gewinnen. In den 1980er Jahren begann man bereits, die Idee fallenzulassen. Der ökologische Wert und das Risiko für den Grundwasserstand überwogen den Landgewinn, der gar nicht mehr so dringend war. Markermeer und das kleinere IJmeer sind heute gemeinsam Teil eines Natura-2000-Gebiets aufgrund ihres hohen Wertes für die Flora und Fauna, durch Flachwasser und Schlickbereiche, die verschiedenen Wasservögeln gute Lebensbedingungen bieten.
Wir schauen über das Vogelparadies zu unsrer rechten und über die Landwirtschaft zu unserer linken Seite. Wir sehen Wiesen, Felder und kleine Kanäle auf dem Weg nach Oosterleek. Dort steht „de Vuurtje van Leek“, mit Poesie von Emily Dickinson. Der Vers steht für die Sehnsucht, schöne Momente festhalten zu wollen.
In Oosterleek biegen wir nach links in das sehr idyllische Dorf ein. Die kleine Kirche, die um 1690 errichtet und 1825 verändert wurde. Wir folgen dem Lekerweg, an dem Einfamilienhäuser stehen, wandern durch die Landschaft mit Feldern und Wiesen, am Rande schmale Wassergräben. Die lockere Bebauung geht in die von Wijdenes über und die Straße ändert den Namen in Molenweg, dort, wo wir De Stofmolen sehen. Die heutige Mühle stammt aus dem Jahr 1911, die davor am gleichen Ort wurde 1791 errichtet. Der Anbau stammt von 1924 und die Mühle war bis 1951 in Betrieb. Nach einer Restaurierung kann sie wieder mahlen.
An der nächsten Kreuzung biegen wir nach links in die Kerkbunt und wandern in die Ortsmitte von Wijdenes mit einer kleinen Friedhofskirche und einem Café (Wochenendbetrieb). Mit dem Sträßchen Zuideriutweg geht’s an die Uferlinie des Makermeers. Dort halten wir uns links, genießen den Blick über das Wasser bis zum kleinen Bootshafen.
Bildnachweis: Von Michielverbeek [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons