Spaziergang durch Orvieto


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 6.66km
Gehzeit: 01:53h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Eine Vermutung besagt, Orvieto sei die mittelalterliche Bezeichnung der einstigen Etruskerstadt Velzna. Diese Geschichte beginnt einige Hundert Jahre vor unserer Zählung. Allein über alles, was hier als Nichtmaterie durch die umbrische Luft wabert, könnten Regale von Bibliotheken gefüllt werden. Mit dem, was noch materialisiert zu sehen ist, befüllt sich der Rest. Orvieto ist Eintauchen. Das könnte man teils wörtlich nehmen bei der Stadt auf dem Tuffsteinfelsen mit den zahlreichen Grotten und deren Verbindungsgängen.

Wir bleiben oberhalb und starten vom Bahnhof Orvieto. Von dort fährt eine Standseilbahn, ursprünglich von 1888 mit Wasserballastantrieb, ins Zentrum der historischen Altstadt. Die Bergstation ist auf der Piazza Cahen. Die heutige Standseilbahn fährt elektrisch und wurde 1990 gebaut. Wir kommen an der Fortezza dell’Albornoz aus. Das wurde im 14. Jahrhundert gebaut und zeigt sich als Park mit Blick auf den Fluss Paglia.

Im Uhrzeigersinn unternehmen wir nun eine Stadtrunde: Corso Cavour ist die Straße, der wir folgen wollen. Links und rechts rücken dicht an dicht gebaute Häuser an uns heran, in einigen sind Geschäfte, Cafés, Bars, Eiscreme und Restaurants. Wir folgen der GPS-Empfehlung durch die Enge und biegen nach links zur Kirche St. Angelo ein. Ziel ist der Dom und der Domplatz mit Museen und Palazzi.

Die Portalseite des Duomo di Orvieto (Cattedrale di Santa Maria Assunta) ist ein wahres Kunststück. Was haben die sich damals Mühe gegeben! Begonnen wurde mit dem Bau vor 1300. Die Fassade der Portalseite ist zartgliedrig gearbeitet, so viele Details, so bildgewaltig und wunderschön! Diese Pracht setzt sich innen fort. Um all das zu interpretieren, würde ein weiteres Bücherregal gefüllt. Die weiteren Außenwände zeigen sich in dem gestreiften Look wie in Siena beispielsweise.

Am Platz rings um den Dom laden Museen und Palazzi zu weiteren Erkundungen ein, wenn man die dann noch verarbeiten kann. Auch weitere Kirchen sind angesiedelt. Wir schlängeln uns durch die Gassen und historischen Bauten mit ihren Geschäften und Zerstreuungen und lassen uns mitziehen. Schauen hier und da nach oben und entdecken Türme mit Uhren und Glocken. Ein bisschen Luft gibt es an der Piazza della Repubblica mit dem zinnengekrönten Torre Dodecagonale. Es ist der Glockenturm der Chiesa di Sant’Andrea.

Weiterhin randvoll mit Eindrücken schlendern wir weiter an den westlichen Stadtrand und dessen Befestigung. Die erste Stadtmauer Orvietos geht auf die Etrusker und die Zeit des 6.-4. Jh. v. Chr. zurück. Im Mittelalter (12.-14. Jh.) wurden die Mauern erweitert, verstärkt und mit Türmen ausgebaut. Wir umrunden den Nordwesten der Stadt wie eine Festung. Im Norden ist eine Nekropole der Etrusker mit Museum und wir kommen einige Aussichten später wieder ins Stadtleben mit Kirchen, Theater, Monumenten und und und mit der Standseilbahn wieder runter.

Bildnachweis: Von trolvag [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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