Sodalackenweg bei Illmitz


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Nützliches und Informationen zur Tour
Länge: 8.27km
Gehzeit: 01:59h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und GPX-Details

Die ganze Pracht des Nationalparkgebiets Neusiedler See-Seewinkel kann man auf dieser smarten Runde östlich des Neusiedler Sees erkunden. Besonders geschützt sind hier die Salz- oder Sodalacken. Lacke sind typisch für den Seewinkel und bestehen aus Flachwasserseen (Steppenseen). In wannenartigen Vertiefungen sammelt sich das Oberflächenwasser. Es gibt keine Verbindung zum Grundwasser und keinen Abfluss. So ist das Wasser salzhaltig. Im Sommer trocknen einige dieser Lacke aus. Es lohnt sich, ein Fernglas mitzunehmen.

Wir wandern um die Zicklacke, nordwestlich von Illmitz. Hier ist die Bewahrungszone Illmitz – Hölle ausgewiesen. Beim Nationalpark-Informationszentrum im Norden von Illmitz starten wir die Erkundung gegen den Uhrzeigersinn, mit einfachem Auf und Ab.

Unterwegs an der Zicklacke lassen sich Vögel beobachten. In der Steppe, bestehend aus Trockenrasen, Feuchtgebieten, Schilfgürteln oder Sumpflandschaften, sind Vogelarten wie Kiebitze, Seeregenpfeifer oder Uferschnepfen zu sehen. Rund 15 Entenarten und 30 Wattvogelarten wurden gezählt. Wir sind gespannt. In der Steppe ist auch die südrussische Tarantel zuhause.

Dem Sodalackenweg folgend zeigen sich in der pannonischen Steppe auch Ziehbrunnen und Schilfhütten. Auch Weinbau, Felder und Obstwiesen streifen wir sowie die südliche Stinklacke. Die Wanderung verläuft nun gen Süden und dort kommen wir zu einem hölzernen Aussichtsturm westlich der Zicklacke. Südlich ist ein weiterer Turm mit einer Rampe.

Die Ziehbrunnen und Schilfhütten, die sich die Bauern zum Schutz vor Wetter bauten, sind typisch für die pannonische Steppenlandschaft. Die Ziehbrunnen, die weithin ihre Arme in die Höhe strecken, halfen auch bei der Orientierung und dienten als Signal – das man verstehen musste. Die Signalbotschaften betrafen beispielsweise, ob eine Amtsperson anwesend war, ein Unfall geschehen ist oder man zum Essen rief. War das Seil, an dem normal der Eimer hing, oben um den Schwengel außer Bodenreichweite, hieß das eindrücklich: Brunnenwasser ist nicht zu trinken.

Wir kommen nach Illmitz und schließen eine Ortsbesichtigung an, bevor wir zum Nationalparkzentrum zurückkehren. In Illmitz mit der Kirche St. Bartholomäus findet sich die Bartholomäus-Heilquelle am Hauptplatz in einem Brunnenhaus. Das „Arteserwasser“ kann man trinken.

Bildnachweis: Von Dguendel [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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Art:
Rundtour
Länge:
9.57km
Gehzeit:
02:17h

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Wanderziele am Weg
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