Im schwedischen Småland, zwischen Vimmerby und Mariannelund, sind Start und Ziel dieser etwa 52km langen Rundwanderung, ab dem Örtchen Pelarne. Die Runde ist mit orangen Markierungen versehen. Wir wandern durch hügeliges Terrain, sehr viel durch Kiefern- und Fichtenwälder, auch Mischwald, über Pfade und breitere Wege, über steinige Untergründe mit teils moosbewachsenen Felsbrocken. Seen sind auch einige des Wegs, dazu eine Schlucht und ein Wackelstein sowie die uralte Eiche im Kvill-Naturreservat.
In Sachen Übernachtung finden sich vereinzelt Windschutzhütten. Ausreichend Proviant und vor allen Dingen Wasser ist mitzunehmen, denn unterwegs ist nicht viel in Trinkwasserqualität. Informationen zu dieser Runde hält auch das Tourismusbüro in Vimmerby bereit.
Wir starten also in Pelarne und werden gegen den Uhrzeigersinn wandern. Wir kommen über die 40 zum Mossebo-Startalänge, einer Schutzhütte. Kurz drauf biegen wir nach links in Richtung Mariannelund ein, kommen nochmal über die 40 zum kleinem Strand am zweiteiligen Åsjön. Auf der anderen Flussseite ist der Spilhammars Camping mit Lädchen. Per kleinem Abstecher ist das Museum Filmbyn Småland mit Astrid-Lindgren-Geschichten zu erreichen. Wir sind bis jetzt rund 9km gewandert. Vielleicht genug für den Einstiegstag und immerhin sind hier Unterhaltung, Erfrischung und Schlafplätze.
Die 40 wird tags drauf nochmal passiert und die Wanderung durch die herrliche schwedische Natur wird gen Norden nach Rumskulla fortgesetzt. Dabei trifft man auf die Straße Mariannelundsvägen (H812). Von der führt ein Abzweig zum Runkesten. Das ist ein riesiger Felsbrocken, der auf einer Spitze steht, und man erzählt sich, man könne ihn bewegen. Das hat aber wohl noch keiner filmisch festgehalten und uns gelingt es auch nicht, den Stein zu wackeln, der durch Eis vor rund 12.000 Jahren hier liegen geblieben ist.
Anschließend wandern wir durch den bezaubernden Trollegatan zum kleinen See Toregöl und dem etwas größeren Stora Holmsjön, der auch Badegäste anlockt. Rumskulla, nach gesamt ca. 18km erreicht, besteht aus wenigen Häusern, einem Friedhof mit Kirche. Ein malerisches Dörfchen mit Häusern, die an Katthult und Michel aus Lönneberga erinnern – nicht zu Unrecht. Wir lesen ein Schild mit dem Namen Katthult. Man könnte einen Abstecher zum Hof der Michel-Familie nach Katthult (Gibberyd) machen (Öffnungszeiten/Eintritt). Das sind rund 3km eine Strecke.
Auf dem weiteren Weg durch Wald und Landschaft kommt man über den Strångån, im Auf und Ab durch ein Areal mit zahlreichen Seen und auch Feuchtwiesen. Am Weg Blaskarpsvägen kommt man ins Naturreservat und der 1.000-jährigen Eiche (Kvilleken) mit Wanderrast zwischen den Liegenschaften Nora Kvill und Södra Kvill. Die Eiche ist eingezäunt. Sie geht ihrem natürlichen Ende entgegen und wirft Äste – auch sollen Besucher nicht mehr durch das Wurzelwerk krabbeln. In Södra Kvill gibt es Trinkwasser.
Die verbliebenen rund 20km gen Süden führen weiterhin durch die malerische schwedische Landschaft, mit Wäldern, Kulturland mit Wiesen und Feldern, kleinen Ansiedlungen und an Seen vorüber sowie über den Strångån.
Bildnachweis: Von Holger.Ellgaard [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons