Rundwanderung zur Gafadurahütte (über Uli Mariss Hütte)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑1377m  ↓1377m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ein Abstecher aus Vorarlberg ins Fürstentum Liechtenstein steht heute auf dem Programm. Die Amtssprache in Liechtenstein ist Deutsch, das Zahlungsmittel sind Schweizer Franken. Liechtenstein wird zur Schweiz vom Rhein begrenzt und zu Österreich vom Alpen-Hochgebirge, dem Rätikon.

Auf dem Gebirgsgrat ist der Sattelspitz (1.688m) im Sattelwald, südlich davon erhebt sich der Kamm der Dreischwestern (2.052m), dem Hausberg des Rätikons. Start ist auf rund 857m südlich von Feldkirch, am Parkplatz Fellengatter-Amerlügen, von Alpfläche umgeben.

Die Parzellen gehören zur Marktgemeinde Frastanz, wie auch das Naturfreundehaus Feldkircher Hütte, zu der wir aufbrechen. Die alpine Hütte liegt auf rund 1.204m in der Gebirgsgruppe des Rätikons. Eine Materialseilbahn führt hinauf.

Die Feldkircher Hütte bietet Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie und Veranstaltungen sowie Wandervorschläge unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Gar nicht schwierig sind die zahlreichen Panoramaaussichten wie der Walgaublick, zu den Dreischwestern, ins Rheintal, Richtung Hoher Freschen und viele mehr. Neben der Hütte steht die Sendeanlage Vorderälpele.

Über Alpwiesen wandern wir zur Amerlugalpe, dort steht die Richtfunkstation Vorderälpele und wir nehmen den Älpele-Güterweg in südwestlicher Richtung. Nach etwa 3,5km sind wir auf rund 1.460m an der Grenze zu Liechtenstein, von Bergwald umgeben. Wir wandern etwa 2km talwärts durchs Fürstentum, mit Waldbegleitung, auch im Zickzack und über Bächlein. 

Nächstes Ziel ist die Uli Mariss Hütte (1.349m), zu der wir schon wieder bergan unterwegs sind. Die nicht bewirtete Hütte trägt den Namen eines Verräters, der laut einer Sage zu Zeiten des Schwabenkriegs den Eidgenossen, die Frastanz erobern wollten, den Weg wies. Er hoffte auf Lohn und stattdessen rollte sein abgeschlagener Kopf in den Hut, mit dem er bare Münzen empfangen wollte.

Nach einem knappen weiteren Kilometer sind wir an der Gafadurahütte auf der Alp Gafadura in der Liechtensteiner Gemeinde Planken. Die Gafadurahütte auf 1.428m gehört dem Liechtensteiner Alpenverein und liegt recht malerisch oberhalb des Rheintals und wird von Mitte Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet. Sie geht auf eine ehemalige Jagdhütte aus den 1920er Jahren zurück und wurde zur Alpenvereinshütte umgebaut. Der Blick fällt ins Alpenpanorama und auch zu den nahe stehenden Dreischwestern – herrlich.

Nach der gemütlichen Rast schrauben wir uns weiter aufwärts, kommen durch den Sattelwald zurück nach Österreich. Rund 8,8km haben wir beim Grenzübertritt und weitere 100m trennen uns vom höchsten Punkt der Runde auf einer Alpfläche. Es geht hinab, an der Zollhütte vorbei und auf den Herrenweg. Mit Waldbegleitung wandern wir abwechslungsreich zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Asurnipal [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons