Diese Runde führt von Rohrbach bei Mattersburg hinauf um den Rohrbacher Kogel, auch Marzer Kogel bezeichnet. Der Rohrbacher Kogel ist auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es wird aussichtsreich und abwechslungsreich durch die besondere Artenvielfalt mit Wiesen, Obst- und Weingärten sowie Ackerflächen und Trockenrasen, mit Küchenschellen und Diptam an den Waldsäumen sowie Neuntöter und Bienenfresser.
Rohrbach bei Mattersburg an der Grenze zu Ungarn liegt an den Nordhängen des Ödenburger Gebirges, einem der östlichsten Ausläufer der Alpen. Die Kulturlandschaft der Hänge und Kuppen des Kogelberges diente traditionell als Gemeinschaftsweide. Das Abgrasen legte den Grund für die schützenswerte Tier- und Pflanzengesellschaft auf dem Trockenrasen.
Wir starten am Ortsrand von Rohrbach nahe dem Schwimmbad und dem Ödenmühlbach, auf rund 249m. Hier ist das junge Naturparkzentrum Rosalia-Kogelberg entstanden, das im Frühjahr/Sommer 2026 eingeweiht werden soll. Der Naturpark Rosalia-Kogelberg umfasst 13 Gemeinden und eine Fläche von rund 7.500ha. Im Logo des Parks ist die Zwergohreule. Sie hat im Mattersburger Hügelland eines ihrer größten Brutvorkommen in Österreich.
Wir wandern zwischen einem Wäldchen mit Obstsortengarten und Ackerflächen in die Runde, immer auf den Kogel zu, dem GPS folgend. Nach knapp einem Kilometer öffnet sich die Runde und wir biegen in den Weg nach links ein. In einem Wiesen- und Feldflurbogen wandern wir mit dem Uhrzeigersinn ansteigend auf den teilbewaldeten Rohbacher Kogel (Marzer Kogel). Die Aussicht vom Rand der Kulturlandschaft über die hügelige Flur mit den Ortschaften ist wunderbar. Ist man zufällig von Mai bis Juli in dem Schutzgebiet unterwegs, ist eine besondere Staude der Diptam, der aufgrund seines hohen Gehalts an ätherischen Ölen zitronig riecht. Die ausströmenden Gase sind leicht brennbar, was dieser Staude den Beinamen „Brennender Busch“ beschert hat. Menschen mit empfindlicher Haut sollten Berührungen mit der Pflanze besser vermeiden.
Unsere Runde setzt sich mit Wald und Wiesen fort. Dabei kommen wir zum Teichwiesenblick. Die südlich befindlichen Teichwiesen vervollständigen das Bild der Abwechslung mit dem Schilfgürtel. Nach gesamt rund 5km schließt sich die Runde und wir gehen den bekannten Kilometer zum Naturparkzentrum und Schwimmbad zurück.
Bildnachweis: Von C.Stadler/Bwag [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
Wir tauchen ein in die Kultur und Natur des Burgenlandes. Das war bis 1920/21 ungarisch und wurde dann den Österreichern zugeschlagen. Von Rohrbach...