Weinidylle heißt sogar der Naturpark, den sie hier im Südburgenland gegründet haben. Unsere Tour im Weinidyll hat die Form einer Acht. Zwischen dem sonnigen und weinhaltigen Eisenberg und dem Schandorfer Wald liegt die Wildnis des Pinkadurchbruchs. Wir wandern die Form einer Acht und sollten uns auch etwas in Acht nehmen, denn im Wald wandern wir Pfade, es könnte feucht sein und Brennnesseln streifen entlang der Waden. Lange Hose und feste Schuhe sind angeraten. Der Naturpark in der Weinidylle misst rund 7.270ha.
Wir starten bei der Verwaltung in Eisenberg an der Pinka und bei der Vinothek von Eisenberg an der Weinbergstraße (B56). In Eisenberg zeigen sich einige der schmucken Kellerstöckl, es gibt Ferienhäuser und wir wandern den ersten knappen Kilometer durch die Sträßchen und Weinlagen in die Acht hinein. In einem Bogen der Unteren Kellergasse öffnet sich die Tour und wir halten uns rechts, der Unteren Kellergasse folgend. Beim Hummergraben gehen wir nach links, wandern ansteigend gen Norden und treffen auf die Grenzlandstraße, wo wir rechts einbiegen.
Den folgenden Abschnitt werden wir später erneut wandern. Es geht über die Grenze nach Ungarn und weiter gen Norden durch den Mischwald, erst rauf, dann steil runter zum Pinkadurchbruch. Die 94km lange Pinka kommt aus dem Mittelgebirge Niederwechsel in Österreich und mündet bei Körmend in Ungarn in die Raab. Die Pinka hat sich am Pinkadurchbruch ein tiefes Flussbett in die hügelige Umgebung gegraben, mit Steilhängen. Nach einigen Tagen mit Regen wird es „urwaldig“. Nach rund 2,2km mit der Pinka biegen wir scharf nach rechts ein und wandern ansteigend in eine von Wald umgebene ungarische Weinlage auf dem Vas-hegy. Dort treffen wir das Grenzmuseum. Das Vassfüggöny-Múzeum (Felsőcsatár) widmet sich der Geschichte des Eisernen Vorhangs mit einigem Anschauungsmaterial wie Stacheldraht, Fluchtgeschichten und Lada. In den Weinbergen östlich davon steht eine Marienkapelle.
In südliche und südwestliche Richtung wandern wir die obere Schlaufe der Acht durch den Wein und im Wald. Es folgt das bekannte Stück über die Grenze und dann halten wir uns geradeaus auf der Grenzlandstraße mit Höhengewinn am Eisenberg. In einer Kurve in der Oberen Kellergasse, wo wir dem GPS folgend geradeaus den Steinweg weiterwandern, lädt ein kleiner Abstecher (Straßenverlauf folgend und dann links zu sehen) ein, die Weinblick-Aussichtsplattform zu besuchen. Die steht im Hang erhöht, ähnlich einem Skywalk, und bietet herrliche Aussichten über das Weinidyll auf beiden Seiten der Grenze. Per Steinweg gelangen wir auf die Untere Kellerstraße und zum Ausgangsort.
Bildnachweis: Von Chris2302 [Public domain] via Wikimedia Commons
Der Name erfüllt zu 100 Prozent das Wanderprogramm in einer malerischen und idyllischen Region im südlichen Burgenland. Es bitten zum Genuss: der...