Das wird ein interessanter Spaziergang durch eine historische Parkanlage mit einigen Wildbeobachtungen im Dinefwr-Park. Der Park (Öffnungszeiten/Eintritt) erlaubt Hunde an der kurzen Leine. Es gibt einige Bereiche, wo sie nicht hindürfen. Das Gesamtensemble gehört zum National Trust. Im Sommer grasen hier die seltenen White-Park-Cattle, die seit dem 9. Jahrhundert mit dem Anwesen verbunden sind.
Der Dinefwr-Park ist westlich von Llandeilo, einer Stadt der Grafschaft Carmarthenshire in Wales. Hier fließt der River Towy, einer der mit 120km längsten Flüsse, die komplett in Wales fließen. Er ist bei Anglern beliebt wegen der Meerforellen und Lachse. Wir starten vom Parkplatz des Wildparks, gegen den Uhrzeigersonn und Richtung Burg. Die Tiere auf der Weide sind erstmal nicht so wild – es grasen Schafe und die laufen auch frei kreuz und quer herum – nichts für nervöse Hunde. Damhirsche seien am besten am späten Nachmittag auf der Hirschwiese zu sehen.
Wir kommen des Wegs entlang von Trockenmauern und Baumsäumen, streifen eine Lodge und den Weg zum Schlossruine Dinefwr (Abstecher). Die Ruine stammt aus dem 12. Jahrhundert und war Burg der Fürsten von Deheubarth. Heute steht sie unter der Verantwortung der Denkmalpflege und kann besichtigt werden – mit tollen Ausblicken.
Der Rundweg durch den Park führt durch Castle Wood und an einem Teich vorbei. Im Park befinden sich rund 300 Bäume, die über 400 Jahre alt sind. Das Wasser lockt Amphibien und der alte Wald mit seinem Totholzbestand wurde zu einem Eldorado seltener Insekten. Und die locken andere Tiere, die sie gerne haben. Man kann einige Vogelarten vorfinden, auch auf dem weiteren Weg, mit dem River Towy zur rechten Seite. In den Hecken beispielsweise brüten Baumsperlinge.
Wenn wir die Flussaue verlassen, geht es in einem spitzen Winkel nach links in den einen weiteren Teil des Castle Wood und dort ist die Llandyfeisant Old Church in einer grünen, üppig bewachsenen Umgebung. Ihre Geschichte reicht bis ins 6. Jahrhundert zurück und vermutlich gab es hier auch mal römische Mauern. Die aktuelle Kirche zeigt sich im Gewand von 1875. Ein bezaubernder Ort.
Der Weg zum Ausgangsort ist nicht mehr weit. Und dort ist dann auch das Newton House. Das Herrenhaus in der Formensprache einer Burg mit Türmen wurde im 17. Jahrhundert neu gebaut und erhielt später die neugotische Fassade. Umbauten fanden auch nochmal im 19. Jahrhundert statt. Das Newton House kann besichtigt werden. Die Parkanlage ringsherum geht auf das 18. Jahrhundert zurück.
Bildnachweis: Von Daniel Phillips [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons