Wir wandern eine entspannte Naturrunde ab Neumarkt an der Raab durch den Naturpark Raab, der sich über die 7 südlichsten Gemeindegebiete im Burgenland erstreckt. Im Verbund mit den Nachbarn Slowenien und Ungarn ist er ein Teil im weithin ausgedehnten Naturpark Raab-Őrség-Goričko. Das Künstlerdorf Neumarkt an der Raab gehört zu Sankt Martin an der Raab. Die Raab kommt aus dem Grazer Bergland und mündet in der westungarischen Stadt Győr in die Donau.
Die Betonung auf „Künstlerdorf“ hängt mit den Atelierhäusern zusammen und einem Kulturverein. Geschichtlich begab es sich wohl so, dass sich vor rund 60 Jahren die Kunst an der Raab einfand. Vornehmlich Maler. Einer der damaligen schriftstellenden Künstler war der spätere Literatur-Nobelpreisträger (2019) Peter Handke, der im Daxhaus an seinem Roman „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1970) schrieb. Im Umfang der Sommerakademie werden in Neumarkt etliche diverse Kunstkurse angeboten.
Wir starten an einer Kreuzung mit dem Gefallenendenkmal in einer Kurve der L255 und werden mit der Zeit gehen, sprich: im Uhrzeigersinn. Wir folgen der Hauptstraße gen Osten und gelangen ins Künstlerdorf mit Scheune und Wiesen. Das Anwesen ist links von uns, gegenüber der Bergstraße. Wir bleiben auf der Hauptstraße, verlassen den Ort und biegen nach rechts von der Landstraße in einen Feldweg ab, wandern durch die Flur und dann ansteigend auch durch den Mischwald. Wanderrichtung ist Süden und wir nähern uns der Grenze zu Ungarn.
Die Runde macht ihren Südbogen und wir streifen durch eine Teichkette. In Eisenberg an der Raab, einem Ortsteil von Sankt Martin an der Raab, gibt’s ein Stück heiligen Boden. Beim Rasenkreuz, wo eine Marienerscheinung und eine Engelerscheinung stattgefunden haben. Die Stelle ist hinter einer Hofanlage. Wir wandern weiter die Straße Mitterberg, kommen an einem historischen Fruchtspeicher vorbei, biegen bei der Feuerwehr in die Straße Unterberg.
Die Häuser verteilen sich locker links und rechts der Straßen, auf unserem Weg nach Neumarkt an der Raab retour. Wir kommen auch nochmal durch einen Waldabschnitt und in einem Bogen um das Schloss Batthyány herum. Es stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und ist privat. Wir werden lediglich durch das Straßenschild „Schlossberg“ darauf aufmerksam und schlendern in den Ortskern zurück.
Bildnachweis: Von Zeitblick [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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